Unnötige Lichtquellen reduzieren

Der Verein St. Galler Rheintal veranstaltet am 3. November an der Kanti einen Informationsanlass im Rahmen des Projekts «Freie Sicht auf die Milchstrasse».

Cécile Alge
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Die Lichtverschmutzung ist auch im Rheintal Thema. Das brachte die Leuchtdichtemessung zutage, die im letzten Jahr auf dem Montlinger Schwamm durchgeführt wurde. Deshalb sollen nun konkrete Vorschläge zur Reduktion unnötiger Lichtquellen im Rheintal erarbeitet und umgesetzt werden. Dazu hat die Fachgruppe Energie des Vereins St. Galler Rheintal in Zusammenarbeit mit den Gemeinden das Projekt «freie Sicht auf die Milchstrasse» lanciert. «Unser Ziel ist es, den Energiebedarf und die Lichtverschmutzung mittelfristig auf ein Minimum zu reduzieren. Und zwar in Etappen», sagt Christian Sepin, Präsident der Fachgruppe Energie des Vereins St. Galler Rheintal und Auer Gemeindepräsident.

Ein erster Schritt soll mit der optimierten Gestaltung und Schaltung der Beleuchtung von Aussenräumen getan werden. In diesem Fall ist die Optimierung eine Minimierung, denn die Dauer und die Stärke der Beleuchtung der öffentlichen Räume und Strassen sollen eingeschränkt werden. «Das Sparpotenzial im Rheintal liegt in diesem Bereich bei 400 000 Kilowattstunden pro Jahr. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die gemeinsame Umstellung der Beleuchtungs-Schaltzeiten im nächsten Sommer erfolgen.

Ebenfalls im Rahmen des Projekts «Freie Sicht auf die Milchstrasse» findet am Donnerstag, 3. November, um 18.15 Uhr ein öffentlicher Informationsanlass an der Kantonsschule Heerbrugg statt. Auch hier geht es um die Lichtverschmutzung. Sie wird auch Lichtsmog, Lichtimmission oder Lichtglocke genannt und ist eine Form der Umweltverschmutzung, die unser Wohlbefinden sowie Flora und Fauna beeinflusst. Leider gibt es in der ganzen Schweiz keinen Ort mehr, wo in der Nacht natürliche Dunkelheit herrscht, auch im Rheintal nicht.

Am Anlass referiert Lukas Schuler, Präsident von Dark-Sky Switzerland (www.darksky.ch). Dark-Sky ist eine Non-Profit-Organisation, die sich für einen bewussten Umgang mit Licht im Einklang mit Mensch und Natur einsetzt. Benedikt Götz, Physiklehrer und Sternwartenbeauftragter der Kanti Heerbrugg, gibt ein paar Inputs zum Thema. Abschliessend können alle Interessierten das Planetarium und die Sternwarte besichtigen.