UNIHOCKEY: Gators werden ausgekontert

Das Fanionteam der Rheintal Gators verliert das Auftaktspiel der 1.-Liga-Rückrunde gegen den UHC Zuger Highlands vor heimischem Publikum knapp mit 8:9.

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Steuerte zwei Assists bei: Gators-Routinier Klemens Kühnis. (Bild: pd)

Steuerte zwei Assists bei: Gators-Routinier Klemens Kühnis. (Bild: pd)

Die Rheintal Gators begrüssten am letzten Samstag mit den Zuger Highlands einen unangenehmen Gegner in der Aegeten. Die Zuger kamen in der bisherigen Saison zwar nicht auf Touren, besitzen aber eigentlich die Qualität, um weiter vorne mitzuspielen. Gegen topmotivierte Highlands würde es somit keine einfache Partie werden, das bekamen die Rheintaler sogleich zu spüren.

Die ersten zehn Minuten neutralisierten sich die beiden Teams weitgehend, wobei die Gäste mehrere Abschlüsse zu verzeichnen hatten, die von Torhüter Grässli bravourös entschärft wurden. Den ersten Abschluss im gegnerischen Slot verwertete Gmünder in der 11. Minute zur Führung. Dem Treffer war ein schöner Pass von Siegrist vorausgegangen. Aufgrund eines Stockschlags vor dem Tor wurde den Zugern in der 17. Minute ein Strafstoss zugesprochen. Die Gäste liessen sich die Chance nicht entgehen und erzielten den verdienten Ausgleich. Nur zwei Minuten später konnte Ostransky einen Abpraller über die Linie bugsieren und die Führung war wieder hergestellt. Mit der knappen Führung ging es in die erste Pause.

Hin und her im Mitteldrittel

Die Widnauer waren mit der gezeigten Leistung nicht zufrieden und nahmen sich für den Rest der Partie eine klare Steigerung vor. Captain Papaj ging mit gutem Beispiel voran und erhöhte nach einem starken Dribbling auf 3:1. Die Zuger antworteten ihrerseits in der 26. Minute mit dem Treffer zum 2:3. Das Spiel entwickelte sich zu einem Auf und Ab, wobei beide Teams mehr auf Konter setzten als auf einen geordneten Spielaufbau. Es war diesem Spielstil geschuldet, dass in der Folge beide Teams noch je vier Tore erzielen konnten. Zuerst erhöhte Stieger in der 27. Minute auf 4:2, ehe die Rheintaler fünf schwache Minuten einzogen, in denen die Gäste die Partie kehrten und ihrerseits mit 5:4 in Führung gingen. Die Rheintaler waren in dieser Phase dem Gegner mental wie physisch unterlegen. Wie in den vorangegangenen Partien zeigten die Gators aber eine Reaktion und Ostransky (auf Zuspiel von Kühnis) glich in der 38. Minute zum 5:5 aus. Die Freude währte jedoch nur kurz und die Zuger verwerteten einen mustergültigen Konter zum 6:5. Die letzten beiden Minuten gehörten dann dem Heimteam und dem Duo Ostransky / Papaj, das die Partie wieder zugunsten der Gators kehrte. Bei beiden Toren des ehemaligen tschechischen Nationalspielers lieferte Papaj die Vorarbeit. Den Ausgleich zum 6:6 ­erzielte die Gugelmann-Equipe nach einem schönen Konter und im Powerplay nutzte Ostransky eine Lücke in der gegnerischen Abwehr zum 7:6.

Das bessere Ende für die Gäste

Nach einem turbulenten Mitteldrittel starteten die Highlands besser ins Schlussdrittel und verwerteten einen Gegenstoss zum Ausgleich. Nachdem Papaj vor dem gegnerischen Tor nur noch per Notbremse gestoppt werden konnte, verwertete dieser seinen Penalty souverän. Anstatt nun nachzulegen, wurde das Heimteam nervös und ihm unterliefen viele Eigenfehler. Die Zuger liessen sich diese Einladung nicht entgehen und erzielten noch zwei Treffer. In der 46. Minute verwerteten sie einen Konter mustergültig zum Endresultat von 8:9.

Die Gators warfen zwar nach einem Timeout nochmals alles in die Waagschale und ersetzten den Torhüter mit einem sechsten Feldspieler. Ein weiterer Treffer wollte dem Heimteam aber nicht mehr gelingen und so bezog es eine bittere Niederlage, die jedoch nicht ganz unverdient war. Die Gäste spielten konsequent, gewannen einen Grossteil der Zweikämpfe und zeigten sich im Abschluss kaltblütiger als die ­Gugelmann-Equipe. Die Rheintaler liessen im Gegensatz dazu die Laufbereitschaft missen und konnten nur selten ihre Stärken wie das hohe Balltempo aus­spielen.

Die Gators befinden sich zwar immer noch im gesicherten Mittelfeld, weitere unnötige Niederlagen dürfen sich die Rheintaler aber nicht erlauben, möchten sie sich nicht plötzlich im nervenaufreibenden Kampf um die letzten Playoff-Plätze wiederfinden. (vd)

1. Liga, Gruppe 2

Gators Widnau – Zuger H. 8:9 (2:1, 5:5, 1:3)

Aegeten – 210 Zuschauer – SR: Nöthlich/Scherrer

Tore: 11. Gmünder (Siegrist) 1:0, 17. Ulli (Penalty) 1:1, 19. Ostransky (Kühnis) 2:1, 24. Papaj (Bischof) 3:1, 26. Schwendener (Meier) 3:2, 27. Stieger (Siegrist) 4:2, 32. Dedaj (Ulli) 4:3, 33. Michel (Hagenbüchli) 4:4, 36. Merz (Meier) 4:5, 38. Ostransky (Kühnis) 5:5, 38. Dedaj (Limacher) 5:6, 39. Ostransky (Papaj) 6:6, 40. Ostransky (Papaj) 7:6, 41. Hagenbüchli 7:7, 41. Papaj (P) 8:7, 44. Schwendener (Meier) 8:8, 46. Schelbert (Michel) 8:9.

Gators: Papaj, Grässli, Scherrer, Stieger, Metzler, Kühnis, Ryser, Gmünder, Oehler, Del Monte, Siegrist, Schmitter, Rüesch, Bigger, Heule, Ostransky, Ehrbar, Untersander, Bischof, Aerni, Waibel.

Strafen: 1 × 10 Min. Gators, 1 × 2 Min. Zug.