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UNIHOCKEY: Gators-Spieler testen die Schweizer Nati

Vincenzo Del Monte (Italien), Goalie Adrian Scherrer (Ungarn) und Manuel Schmitter (Österreich) von den Gators spielen in Lettland und der Slowakei um die Qualifikation für die Weltmeisterschaften. Del Monte und Scherrer treffen dabei auf die Schweiz.
Yves Solenthaler
Gators-Nationalspieler (v. l.): Manuel Schmitter, Adrian Scherrer und Vincenzo Del Monte träumen von der WM-Teilnahme. (Bild: Yves Solenthaler)

Gators-Nationalspieler (v. l.): Manuel Schmitter, Adrian Scherrer und Vincenzo Del Monte träumen von der WM-Teilnahme. (Bild: Yves Solenthaler)

Yves Solenthaler

Vincenzo Del Monte mit Italien und Adrian Scherrer mit Ungarn treffen in Valmiera (Lettland) auf die grossen Favoriten Schweiz und den Gastgeber. Das Turnier dauert vom 30. Januar bis 3. Februar, am 2. Februar treffen Italien und Ungarn aufeinander.

Manuel Schmitter spielt mit Österreich in Nitra (Slowakei) gegen die Gruppenfavoriten Dänemark und Norwegen.

In beiden Gruppen werden sich die zwei höchstklassierten Teams ziemlich sicher für die WM qualifizieren. Für Del Monte, Scherrer und Schmitter geht es darum, mit ihren Teams den dritten Rang zu belegen – denn die zwei besten Dritten der vier Europa-Gruppen qualifizieren sich ebenfalls für die WM, die im kommenden Dezember in Tschechien stattfindet.

Die WM-Quali wird schwer, ist aber nicht unmöglich

Von den drei Nationen mit Gators-Beteiligung scheinen die Österreicher die besten WM-Chancen zu haben: Die Favoriten in ihrer Gruppe zählen nicht zu den Topnationen, die im Unihockey Schweden, Finnland, Schweiz und das als WM-Gastgeber bereits qualifizierte Tschechien sind. Und während Italien (Welt-Nr. 21) und Ungarn (30) noch Russland (15) als Gegner haben, bekommt es Österreich (Nr. 20) mit dem ein Rang davor klassierten Spanien sowie Grossbritannien (Nr. 31) zu tun.

Zudem hat Österreich im November im Alpen-Cup vor Slowenien, Ungarn und Italien gewonnen. Aber alle drei sagen, dass sie sich Chancen auf die WM-Teilnahme ausrechnen: Hinter den besten neun Nationen Europas sind die Stärkeverhältnisse sehr ausgeglichen.

Manuel Schmitter und Vincenzo Del Monte bestritten an besagtem Alpen-Cup ihre ersten drei Länderspiele, Goalie Adrian Scherrer kommt bereits auf acht internationale Einsätze – er war schon vor vier Jahren dabei, als Ungarn erfolglos versuchte, sich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren. «Aber ich habe bereits einen internationalen Titel gewonnen», scherzt Schmitter mit Blick auf den Alpen-Cup.

Schmitter ist der einzige des Trios, der in dem Land geboren ist, für dessen Nationalteam er spielt. Seine Eltern sind Öster­reicher. Aufgewachsen ist der 26-Jährige aber auch in der Schweiz – seit 24 Jahren lebt er in Widnau.

Bei Del Monte und Scherrer waren es bereits die Grossväter, die in die Schweiz emigriert sind. Bei Scherrer – wie an seinem gar nicht ungarisch klingenden Namen unschwer zu erkennen ist – war es der Opa mütterlicherseits. Beide können sich im Nationalteam mit ihren Teamkollegen verständigen. Sie sprechen die Landessprache sehr gut (Del Monte) bis ausreichend (Scherrer).

Alle drei Gators-Nationalspieler besitzen auch die Schweizer Staatsbürgerschaft, haben aber einen starken Bezug zu ihrem Heimatland. Als Kinder waren Scherrer und Del Monte oft in Ungarn bzw. Italien bei Verwandten in den Ferien.

Unihockey-Ligen gibt es auch in Österreich, Ungarn und Italien. Die stärksten Teams in diesen Ländern bewegen sich un­gefähr auf dem Niveau der Gators, die in der Schweiz in der dritthöchsten Klasse spielen. Schmitter und Del Monte treffen in ihren Nationalteams auch auf Kollegen, die ebenfalls in der Schweiz spielen.

Schiedsrichter tolerieren mehr Härte als in der 1. Liga

«Die WM-Quali ist alles andere als ein Grümpelturnier», weiss Adrian Scherrer von vor vier Jahren. Die Spiele – vier oder fünf in fünf Tagen – seien sehr fordernd: «Wir leben in dieser Woche sehr professionell mit strukturiertem Tagesablauf», sagt Del Monte. Für den Ausgang fehlt es sowohl an Zeit als auch an Energie. Nur nach dem letzten Spiel gibt es einen Teamabend.

Die Spiele gegen gleichwer­tige Gegner sind zwar ungefähr auf gewohntem 1.-Liga-Niveau. «Dazu kommt aber die internationale Härte», sagt Scherrer. Auch die Schiedsrichter würden weniger pingelig pfeifen als sie es in der Schweiz tun.

Für ihren Traum vom Nationalteam unternehmen die drei Gators-Spieler einiges. Drei- bis viermal waren sie 2017 an einem Zusammenzug des Nationalteams dabei. Ausser für Schmitter entstehen ihnen auch in der WM-Quali Kosten: Scherrer zahlt einen Grossteil der Ausgaben aus der eigenen Tasche, Del Monte muss gar den ganzen Trip selbst finanzieren.

Mehr Infos

www. floorball.org

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