UNIHOCKEY: Führung wechselte stetig bis zum Schluss

In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Unihockeyspiel bezwingt der UHC Flyers Widnau die Froni Fighters aus Mollis 11:10 und zieht in Cup-Runde drei ein.

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Die Flyers lieferten sich einen spannenden Cupmatch mit den Fighters und bekamen einen Vorgeschmack auf die 2. Liga. (Bild: pd)

Die Flyers lieferten sich einen spannenden Cupmatch mit den Fighters und bekamen einen Vorgeschmack auf die 2. Liga. (Bild: pd)

Als der Vorstand anlässlich der letzten Hauptversammlung das Überstehen der zweiten Cup-Runde als nächstes Ziel bekannt gab, war allen Mitgliedern klar, dass dieses Unterfangen alles andere als leicht werden würde. Der Gegner im 1/64-Final spielt schon seit zwei Jahren in der zweithöchsten Liga und beweist seine Klasse dort im Mittelfeld. Dort möchten sich die Rheintaler ab kommender Saison ebenfalls etablieren.

Start mit Rückstand, nach erstem Drittel Vorsprung

Noch keine Minute war am vergangenen Sonntagabend gespielt, als der Gast aus Mollis durch eine schöne Einzelleistung mit 1:0 in Führung ging. Trotz dieses frühen Rückstands liessen sich die Flyers aber nicht aus der Ruhe bringen. Dank sauberem Spielaufbau konnte viel Ballbesitz erzwungen werden, was wiederum das Selbstvertrauen der Spieler stärkte. Mit dem Ausgleich in der fünften Spielminute war klar, dass die Orangen zumindest in der Startphase mit dem favorisierten Gegner mithalten konnte. Es kam sogar noch besser: Mit einem Treffer kurz vor der ersten Sirene konnten die Flyers mit einer 5:4-Führung in die Drittels­pause gehen.

Im Mitteldrittel übernehmen die Fighters das Spieldiktat

Der Mittelabschnitt ist kurz erklärt: Die Froni Fighters übernahmen das Spieldiktat und zwangen die Flieger aus Widnau mehrheitlich in ihre Verteidigungszone. Torabschlüsse seitens der Flyers wurden zur Seltenheit. Dass das Drittel aus Rheintaler Sicht nur mit 1:2 verloren ging, konnte fast schon als Teilerfolg bezeichnet werden.

So mussten die letzten zwanzig Minuten beim Spielstand von 6:6 über den Sieger dieser Partie entscheiden. Und dieses Drittel hatte es in sich. Erst gingen die Fronis mit 7:6 bzw. 8:7 in Führung, ehe die Flyers wieder reagieren konnten und selber mit 9:8 Oberhand hatten. Dann begannen die letzten 90 Sekunden der Partie, in denen noch weitere vier Treffer fallen sollten.

Vier Treffer in 90 Sekunden

Auf den Ausgleich der Glarner folgte wiederum die Rheintaler Führung. Doch auch auf diesen Rückstand wusste der Gast zu reagieren. Ohne Torhüter, dafür mit einem Feldspieler mehr, erzielten sie den erneuten Ausgleich zum 10:10. Psychologisch lag das Momentum nun in gegnerischer Hand. Die Flyers wollten eine anstehende Verlängerung jedoch um alles in der Welt verhindern und zwangen so das Glück auf ihre Seite. Mit einem Bully-Goal 22 Sekunden vor Schluss war ihnen der Sieg nicht mehr zu nehmen. Die Froni Fighters zeigten sich nach hartem Kampf als faire Verlierer und gratulierten den Einheimischen zum Vorstoss in den 1/32-Final. Dieser findet ­voraussichtlich am 20. August in Widnau statt. (pd)