Unihockey: Die Rheintal Gators mischen vorne mit

In der Doppelrunde am Wochenende holten die Gators vier Punkte. Sie sind nun auf Rang zwei in der 1.Liga Grossfeld.

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Der 19-jährige Verteidiger Jens Aerni (Nr.17) trug sich beim Torfestival gegen Frauenfeld ebenfalls in die Torschützenliste ein.

Der 19-jährige Verteidiger Jens Aerni (Nr.17) trug sich beim Torfestival gegen Frauenfeld ebenfalls in die Torschützenliste ein.

Bild: Archiv/ys

Dank vier von sechs möglichen Punkten in zwei Spielen finden sich die Rheinkrokos auf dem zweiten Rang wieder – punktgleich mit dem Ersten und dem Dritten. Die Liga ist ausgeglichen, die Ränge eins und neun sind sehr nahe beisammen. Dennoch zeigt die Platzierung: Der Saisonstart der Gators ist geglückt, mit ihnen ist zu rechnen.

Am Samstag holten die Gators bei den spielstarken Jona-Uznach Flames einen Punkt. Das entscheidende Tor zum 6:7 fiel erst in der letzten Minute der Verlängerung. Das Sonntagsspiel gegen Frauenfeld gewannen sie 10:8, nachdem sie im letzten Drittel einen 4:7-Rückstand umdrehten. Die Fans des Rheintaler Erstligisten erlebten einmal mehr einen Krimi, der erst in den letzten Minuten ei­nen Sieger hervorbrachte. Ein persönlich erfolgreiches Wochenende verbrachten die Widnauer Arbnor Papaj und Cedric Siegrist. Papaj wurde am Samstag 30-jährig und in beiden Spielen als bester Spieler ausgezeichnet. Papaj schoss fünf Tore und legte zwei vor. Siegrist traf in beiden Spielen je zweimal.

Samstagsspiel hätte auf beide Seiten kippen können

Spiele zwischen den Flames und den Gators sind immer spannend. Dennoch zeigten sich die Teams zu Beginn nicht von der besten Seite. Die Gators schienen wie überfahren, als sie schon in der ersten Minute ein Gegentor wegstecken mussten. Doch auch die Flames waren noch nicht auf Betriebstemperatur. Das Spiel ging im ersten Drittel hin und her und zur ersten Pausensirene stand es 3:3. Danach verbesserten beide Mannschaften ihre Abwehr, was in einem torlosen Drittel endete. Nach zwei Abschnitten stand es also immer noch 0:0.

Diese Ausgangslage versprach ein spannendes drittes Drittel und beide Teams versuchten, das Spiel in die Hand zu nehmen. Das Spiel ähnelte nun wieder mehr dem ersten Drittel, es gab einen munteren Schlagabtausch. Die Flames legten erneut vor, die Gators glichen aus – und das ganze dreimal. So ging es beim Stand von 6:6 in die maximal zehnminütige Verlängerung, die durch Golden Goal eine Entscheidung bringen sollte. Vor beiden Toren ereigneten sich hitzige Szenen und es gab schöne Abschlüsse, das Spiel hätte auf beide Seiten kippen können. Als das Penaltyschiessen fast Tatsache schien – rund 20 Sekunden vor Schluss – trafen die Flames jedoch zum 7:6, das Spiel nahm aus Sicht der Gators ein wenig erfreuliches Ende.

Gators drehen gegen Frauenfeld ein 3:7

Auch im zweiten Spiel vom Wochenende kassierten die Gators in der ersten Minute ein Gegentor. Sie schienen gegen Frauenfeld noch nicht hundertprozentig präsent zu sein. So entwickelte sich eine torreiche Partie, die von individuellen Fehlern auf beiden Seiten geprägt war. Vor allem Frauenfeld kam zu vielen Kontern, woraus eine 4:3-Pausenführung für die Thurgauer resultierte. Die erwartete Steigerung der Gators liess im zweiten Drittel auf sich warten. Trotz einiger guten Chancen für die Rheintaler bauten die Gäste ihre Führung aus – erst auf 3:7, zur zweiten Sirene stand es 4:7.

Coach Marco Kipfer scheint jedoch in der zweiten Drittels­pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Gators spielten wie verwandelt und glichen den Spielstand, angeführt vom Dreifachtorschützen Papaj, innert sechs Minuten aus. Nun war die Partie so richtig lanciert, beide Mannschaften drückten aufs Gas – und die Gators gingen erstmals in Führung. Diese gaben sie bis zum Spielschluss nicht mehr aus der Hand, obwohl Frauenfeld kurz vor Schluss noch auf ein Tor herankam. Mit sechs Toren im letzten Drittel schafften es die Gators zum 10:8-Sieg.

Nach intensiven Wochen geht es für das Fanionteam der Gators am Samstag, 17. Oktober, mit einem Spitzenduell weiter: Die Rheintaler gastieren beim aktuellen Leader Limmattal, der den gleichen Punktekoeffizient aufweist wie die Gators. Das Spiel wird aus der 12.Runde vorgezogen. Danach folgt das Auswärtsspiel bei Bülach (24.Oktober), ehe am 31.Oktober in Heerbrugg ein Heimspiel gegen Bassersdorf bevorsteht. (dw)