Um 172 «Eingeborene» gewachsen

An der gestrigen Ortsbürgerversammlung füllten 242 alteingesessene und neu aufgenommene Bernecker die evangelische Kirche fast auf den letzten Platz.

Maya Seiler
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An der Bürgerversammlung sassen alteingesessene und frischgebackene Bernecker einhellig nebeneinander. (Bild: Maya Seiler)

An der Bürgerversammlung sassen alteingesessene und frischgebackene Bernecker einhellig nebeneinander. (Bild: Maya Seiler)

BERNECK. In einer erleichterten Einbürgerungsaktion wurden im vergangenen Jahr 172 Schweizerinnen und Schweizer neu in das Bürgerrecht aufgenommen. Damit stieg der Anteil der Bevölkerung auf 34 Prozent „gebürtige“ Bernecker. An der Bürgerversammlung wurden die „Neuen“ besonders herzlich Willkommen geheissen.

Auch im Jahr2011 leistete die Ortsgemeinde grosse Beiträge zugunsten der Dorfgemeinschaft. Immer sehr geschätzt werden die GA-Tageskarten, welche allen Einwohnern zu günstigen Preis von 35 Franken pro Tag zur Verfügung stehen. Ein weiteres Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr war der Kauf von fünf E-Bikes. Noch ist das Angebot nicht sehr bekannt, aber der Rat hofft, dass die Elektrovelos jetzt, wo der Frühling eingesetzt hat, vermehrt genutzt werden. Wie die Generalabonnemente können auch die E-Bikes übers Internet unter www.berneck.ch oder direkt am Schalter des Einwohneramtes reserviert werden.

Für öffentliche Zwecke hat die Ortsgemeinde im vergangenen Jahr gut 65 000 Franken gesprochen. Spezielle Beiträge wurden unter anderem an den Adventsschmuck auf der Gerbiwiese und den Prix Benevol geleistet.

Ausserdem erhielten die Bernecker Schulklassen Gutscheine für den Jahrmarkt. Heuer sollen die Beiträge für die Jugendförderung in Vereinen, für Freizeitgestaltung und Kultur sogar gut 105 000 Franken erreichen. Auch die Restauration eines historischen Films über den Rebbau und ein Mast für ein Storchennest im Bernecker Riet sind geplant. Ausserdem stehen im Herbst Erneuerungswahlen für die Amtsdauer 2013 - 2016 an. Mit dem Pflanzen von Hochstamm-Obstbäumen und der seit Jahren beliebten Christbaum-Aktion erfreut die Ortsgemeinde Obstliebhaber und Familien mit Kindern. Für Ruedi Thurnheer, langjähriger Wart der Christbaumanlage, wird ein Nachfolger gesucht.

Die Ortsgemeinde ist einer der wichtigsten Landbesitzer. Pachterträge der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke belaufen sich auf gut 81 000 Franken. Weitere Einnahmen in der Höhe von knapp 240 000 Franken kommen aus Baurechtsverträgen und Zinsen. Für das Industrieland beim Musterplatz, ebenfalls im Besitz der Ortsbürger, soll ein zeitgemässer Überbauungsplan erstellt werden. Eine unmittelbare Überbauung steht zwar nicht zur Diskussion, aber die Ortsgemeinde will für den Bedarfsfall gerüstet sein.

Die Ortsbürger stimmten allen Anträgen, auch der neuen Gemeindeordnung, diskussionslos zu, so dass man um 20.27 Uhr in die Mehrzweckhalle zum gemütlichen Teil dislozieren konnte.