Uhr läuft, Kugel in neuem Glanz

Für 1,8 Millionen Franken wird die evangelische Kirche von Wolfhalden einer gründlichen Innen- und Aussenrenovation unterzogen, die jetzt vor ihrem Abschluss steht. Eingeweiht wird das renovierte Gotteshaus im Herbst.

Peter Eggenberger
Merken
Drucken
Teilen
Gemeinde-Vizepräsidentin Astrid Mucha und Bauleiter Kurt Rohner überzeugten sich im Rahmen eines letzten Aufstiegs auf der zum 30 Meter hohen Turm hinaufführenden Baugerüsttreppe vom Fortschritt der Bauarbeiten, die bald abgeschlossen sind. Beeindruckend sind unter anderem das mächtige Zifferblatt und die Zeiger der Turmuhr, die in neuem Glanz erstrahlen. (Bild: Peter Eggenberger)

Gemeinde-Vizepräsidentin Astrid Mucha und Bauleiter Kurt Rohner überzeugten sich im Rahmen eines letzten Aufstiegs auf der zum 30 Meter hohen Turm hinaufführenden Baugerüsttreppe vom Fortschritt der Bauarbeiten, die bald abgeschlossen sind. Beeindruckend sind unter anderem das mächtige Zifferblatt und die Zeiger der Turmuhr, die in neuem Glanz erstrahlen. (Bild: Peter Eggenberger)

Wolfhalden. Am letzten Montag überprüfte Astrid Mucha, Gemeindevizepräsidentin und zugleich Präsidentin des Ressorts Hochbau und der Baukommission Kirchenrenovation, gemeinsam mit Bauleiter Kurt Rohner von der Architrav GmbH, Rheineck, den Stand der Erneuerungsarbeiten. Diese sind in Bälde vollendet, und bereits nächste Woche verschwindet das Baugerüst. In neuem Glanz erstrahlen die Dokumentenkugel und die Wetterfahnen auf der Turmspitze, und die vergoldeten Zeiger der Uhr erfüllen nach einer längeren Ruhepause wieder zuverlässig ihre Funktion.

Fehler von 1939 vermieden

Letztmals wurde die 1652 erbaute Kirche 1939 renoviert. Mit Spannung wurden zu Beginn der jetzigen Erneuerung die in der Turmkugel eingeschweissten Dokumente ans Tageslicht befördert. Die Enttäuschung war aber gross, nachdem die Witterung fast alle Papier zerstört hatte. «Diesen Fehler wollen wir vermeiden und haben deshalb Wert auf eine gründliche und dauerhafte Verschliessung der Kugel gelegt», erklärt Astrid Mucha.

«Wir haben sie mit einem Datenträger (einem USB-Stick) mit Fotos, Bauplänen, einem Baubeschrieb, dem Gemeindeblatt Wolfsblick mit Lupo-Kommentar (Ausgabe Mai dieses Jahres) und den erhaltenen 1939er-Papieren bestückt.»

Die nach den Plänen von Architekt Nik Bucher, St. Margrethen, erfolgte Gesamtrenovation (die Innen-Erneuerung wurde letztes Jahr ausgeführt) führt zu Investitionen im Betrag von 1,8 Millionen Franken, wobei für die Bauarbeiten nach Möglichkeit einheimische Gewerbebetriebe berücksichtigt worden sind. Die Kosten werden hälftig von der Einwohner- und der evangelischen Kirchgemeinde getragen. Die Einweihung der renovierten Kirche erfolgt am Sonntag, 18. September – und damit am eidgenössischen Bettag.