Überzeugende Nachwuchsmusiker

Am Samstag feierte man den bereits zehnten Ensemble- und Solistenwettbewerb in Rüthi. Mit der maximal möglichen Punktzahl von 120 begeisterte das Klarinettenduo Crosstalk mit Alexandra Frei aus Kriessern und Max Widmer aus Altstätten.

Max Pflüger
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Rüthi. Am Samstag fand in Rüthi der zehnte Ensemble- und Solistenwettbewerb mit rund 120 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der gesamten Region statt. Der von der Musikgesellschaft Rüthi im Jahre 2001 für Bläserinnen und Bläser ins Leben gerufene Wettbewerb wurde auch dieses Jahr wieder für Schülerinnen und Schüler der Musikschule Oberrheintal auf anderen Instrumenten erweitert.

Was wäre das Leben ohne Musik?

In einer kurzen Ansprache während des Mittagessens für die Juroren und Musiklehrer im Rüthner Werkhof würdigte Gemeindepräsident Thomas Ammann die Arbeit der Organisatoren und den Einsatz der Musiklehrkräfte für die Jugend. Musik habe im Leben einer Dorfgemeinschaft einen hohen Stellenwert. Er selbst könne sich persönlich ein Leben und eine Welt ohne Musik nicht vorstellen, bekannte Ammann.

Sowohl bei den Bläsern als auch bei den Nichtbläsern der Musikschule überzeugten die Nachwuchstalente.

Förderung im Vordergrund

Da viele der Wettbewerbteilnehmer noch sehr jung und erst seit wenigen Jahren oder gar bloss einem knappen Dutzend Monaten auf ihrem Instrument lernen, verliefen die Vorträge natürlich nicht ohne ein paar Patzer und Pannen.

Andere spielten ihr Instrument souverän und traten schon beinahe mit professioneller Sicherheit auf, wie zum Beispiel die Violonistin Valentina Morscher aus Götzis. Der Mut, den alle aufbrachten, vor Jury und Publikum zu spielen, verdiente bestimmt bei allen Anerkennung.

Die Jury bewertete fachmännisch und objektiv nach den üblichen Kriterien wie Stimmung und Intonation, Rhythmus und Metrum, Dynamik und Klangausgleich, musikalischer Ausdruck und Interpretation und vergab maximal 120 Punkte.

Immer aber versuchte die Jury, mit aufbauender Kritik zu zeigen, was gut gelang, und zu motivieren, da zu üben, wo Lücken oder Schwächen festgestellt wurden. Die Förderung des Nachwuchses stand im Vordergrund.

Grossartige Leistungen

Im Durchschnitt waren vom Rheintaler Nachwuchs sehr gute Leistungen zu hören. Die Wettbewerbsvorträge zeugten durchwegs von einsatzfreudigen Schülern und engagierten Lehrern und Ausbildnern. Aber auch die Eltern tragen das Ihre zum Erfolg bei.

Einzelne Solisten und Ensembles zeigten denn auch erwähnenswert hochstehende Leistungen. Unter den Ensembles fiel das Duo Crosstalk auf: Mit der maximalen Summe von 120 Punkten wurden Alexandra Frei aus Kriessern und Max Widmer aus Altstätten herausragende Sieger.

Unter den Nichtbläsern-Solisten fielen der Eichberger Hackbrettspieler Dario Schmid, die erst zehnjährige Violonistin Valentina Morscher aus Götzis, aber auch die Blöckflötenschülerin Damaris Eisenhut aus Rebstein auf.

Als virtuose Bläser erwiesen sich unter vielen anderen jungen Talenten der Saxophonist Beda Zünd aus Eichberg, die Vorarlberger Oboistin Anja Ebenhoch und der Querflötist Fabian Jin aus Heerbrugg sowie die bereits mehrfache Preisträgerin auf der Klarinette Alexandra Frei aus Kriessern.