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Aussenseiter siegt im Stil eines Favoriten

Der FC St. Gallen ist der Sieger des elften internationalen U19-Turniers in Altstätten. Die Grün-Weissen waren aufgrund der letzten Teilnahmen mit wenig Kredit gestartet, erwiesen sich aber als beste Mannschaft des Turniers.
Yves Solenthaler
Die Nachwuchskicker des FC St. Gallen gewannen zum zweiten Mal und erstmals seit 18 Jahren das internationale Altstätter U19-Turnier. (Bilder: Yves Solenthaler)

Die Nachwuchskicker des FC St. Gallen gewannen zum zweiten Mal und erstmals seit 18 Jahren das internationale Altstätter U19-Turnier. (Bilder: Yves Solenthaler)

Der FC St. Gallen ist nebst Gastgeber Altstätten das einzige Team, das die Teilnehmerlisten aller elf U19-Turniere ziert.

In der Liste der Sieger steht der FC St. Gallen schon seit 2000. Beobachter der letzten U19-Turniere erinnern sich allerdings an eine Mannschaft, die am zweiten Turniertag nur noch um den fünften oder den siebten Rang spielt. Die letzte Halbfinalteilnahme datierte von 2010.

Diesmal kam St. Gallen mit dem besten Aufgebot

Oft war auch das Organisationskomitee des Turniers nicht zufrieden mit der Delegation, die von den Hauptstädtern ins Rheintal entsandt wurde. Dieses Jahr liess schon das Aufgebot der St. Galler eine Leistungssteigerung vermuten. Viele Turniersieger spielen regelmässig im 1.-Liga-Team von Trainer Dorjee Tsawa.

Dennoch ist St. Gallen ein überraschender Turniersieger. Leicester, Frankfurt, Las Palmas und Internacional waren allein schon wegen ihrer Herkunft aus England, Deutschland, Spanien oder Brasilien höher einzustufen. Es war aber kein glücklicher Umstand, der die Grün-Weissen jubeln liess: Trainer Tsawas Spieler bildeten wohl an beiden Turniertagen das beste Team.

Am Freitag überstanden die St. Galler die Gruppenphase ohne Gegentor. Am Sonntag waren die Schweizer sowohl im Halbfinal gegen das müde wirkende Internacional und im Final gegen Leicester das spielbestimmende Team.

St. Gallen im Final gegen Leicester spielbestimmend

Im Endspiel, namentlich vor der Pause, war Ajet Sejdija auf der linken Seite der Spieler, der das Offensivspiel der Ostschweizer immer wieder antrieb. Er krönte seine Leistung mit einem wunderschönen Freistosstor in der neunten Minute. Sejdija wurde verdientermassen als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.

Sein Freistoss gegen Leicester bedeutete das 1:1, die Engländer waren kurz nach Spielbeginn durch Kanu Edwards-King in Führung gegangen.

St. Gallen war am Drücker, kreierte auch viele konkrete Aktionen, kam aber nicht zu vielen Chancen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit besassen die Engländer eine reelle Kontergelegenheit. Aber die St. Galler machten mehr für den Erfolg – und trafen in der 42. Minute durch Emmanuel Makia zum 2:1.

Danach zeigte Leicester ei­- ne kaum für möglich gehaltene Reaktion; die Engländer kamen zwei Minuten vor Schluss zum Ausgleich, das Tor erzielte der Tscheche Lukas Husek.

Im Penaltyschiessen verschoss ein Engländer, während alle St. Galler trafen – auch die Rheintaler Betim Fazliji und Patrick Sutter waren in der Kurzentscheidung erfolgreich. Der Rebsteiner und der Rheinecker hatten schon die Tore zum 2:0- Halbfinalsieg gegen Internacional beigesteuert.

Nitra solid, Frankfurt und Las Palmas enttäuschend

Der dritte Platz ging an den FC Nitra aus der Slowakei. Der Finalist des letzten Turniers zeigte auch diesmal einen grundsoliden Fussball und ist dabei, sich als regelmässiges Überraschungsteam am U19-Turnier zu etablieren. Der Captain der Slowaken versprach bei der Verabschiedung der Teams, das Turnier beim nächsten Mal zu gewinnen. Um den Sprung auf den ersten Platz wirklich zu schaffen, muss das Offensivspiel des FC Nitra allerdings variantenreicher werden.

Naturgemäss wird ein ausländisches Team, das die Halbfinals verpasst, als Enttäuschung gewertet. Etwas abschwächen lässt sich dieses Urteil bei Sturm Graz – von den Steirern erwartete wohl niemand die Wiederholung ihres Turniersiegs von 2010.

Von UD Las Palmas und Eintracht Frankfurt hatten jedoch die meisten Zuschauer mehr erwartet. Die Teams aus den Ländern der letzten beiden Weltmeister schieden schon nach je zwei Gruppenspielen aus.

Aber das war nicht die Sorge der vielen FCSG-Fans in Alt­stätten. Sie freuten sich über einen gelungenen Auftritt der Jungkicker, den ihnen das Super-League-Team in letzter Zeit nicht oft geboten hatte.

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