Übergänge sicher machen

ALTSTÄTTEN. Der Altstätter Kantonsrat Meinrad Gschwend (Grüne) wünscht, dass die noch unsicheren Bahnübergänge zügig saniert werden. Die Antwort der Regierung stimmt ihn zuversichtlich.

Gert Bruderer
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Einer von 34 zu wenig sicheren Bahnübergängen im AB-Streckennetz: Kreuzstrasse in Altstätten. (Bild: gb)

Einer von 34 zu wenig sicheren Bahnübergängen im AB-Streckennetz: Kreuzstrasse in Altstätten. (Bild: gb)

Mit der Sanierung ungesicherter Bahnübergänge sind Bahnunternehmen zum Teil in Verzug. Meinrad Gschwend wandte sich deshalb im Februar mit einer Einfachen Anfrage an die Regierung. Gschwend ist zufrieden. «Es gibt einen Schub», schreibt er.

Hinderliche Einsprachen

Bis Ende 2014 hätten Bahnübergänge, die gemäss der Eisenbahnverordnung zu wenig sicher sind, aufgehoben oder sicher gemacht werden müssen. Dass das nicht wunschgemäss geschah, begründet die St. Galler Regierung mit Einsprachen, Beschwerden und begrenzten Ressourcen. Bei den Appenzeller Bahnen sei die «ausserordentlich grosse Zahl der zu sanierenden Bahnübergänge» der massgebende Grund für die Verzögerungen. Die 34 Bahnübergänge im Kanton St. Gallen, die noch nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprächen und zu sanieren seien, befänden sich alle im Streckennetz der Appenzeller Bahnen. Diese seien daran, auch diese Übergänge zu sanieren.

Das Bahnunternehmen habe in den letzten vier Jahren 178 Bahnübergänge saniert oder aufgehoben, trotzdem sei derzeit noch eine erhebliche Zahl von Projekten oder Massnahmen offen. Entweder sei man in diesen Fällen bereits am Bauen oder die Unterlagen seien dem Bund zur Bewilligung eingereicht.

Bahnstrecke erhalten

Oft seien die Projekte durch Einsprachen blockiert worden. Anwohner würden sich wehren, obschon gerade sie massgeblich von den Sicherheitsmassnahmen profitierten, schreibt die Regierung. Die Suche nach Lösungen in verschiedenen Fällen habe zu Projektänderungen und weiteren Verzögerungen geführt. Meinrad Gschwend schreibt, wichtig sei, «dass es jetzt tatsächlich einen Schub gibt, dass der schwarze Peter nicht weiterhin einfach Bern zugespielt werde und dass die Appenzeller Bahnen in Kürze mit dem Bau der Sicherungsanlage an der Kreuzstrasse am Stoss beginnen». Noch in diesem Sommer sollen auch die anderen Übergänge an «unserer Strecke» (Altstätten–Gais) gemacht werden. Gschwend: Das bringe nicht nur der Sicherheit etwas, sondern sei auch ein Baustein für den Erhalt dieser Bahnstrecke.