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Überfall mit Messer und Pistole

Am Freitagmorgen wurde die Post in Münchwilen überfallen. Die Täter zündeten ihr Fluchtauto wenige Kilometer entfernt in einem Wald an. Die Postangestellten blieben unverletzt. Die Polizei sucht Zeugen.
Olaf Kühne

MÜNCHWILEN. Bange Momente mussten gestern Morgen die Mitarbeiter der Münchwiler Post erleben. Um 7.15 Uhr, eine Viertelstunde vor Schalteröffnung, wollte ein Postangestellter seinen Dienst antreten. Am Hintereingang warteten zwei bewaffnete und maskierte Männer auf ihn. Sie zwangen ihn ins Gebäude, wo eine weitere Angestellte bereits bei der Arbeit war.

Mit einer Faustfeuerwaffe und einem Messer zwangen die beiden Verbrecher die Pöstler, Bargeld herauszurücken. Mit der Beute, die die Kantonspolizei Thurgau mit «einige Tausend Franken» beziffert, fuhren sie nach wenigen Minuten davon.

Weiteres Fluchtfahrzeug

Für ihre Flucht mit einem grauen Audi Kombi mit Zürcher Kontrollschildern fuhren sie jedoch nicht auf die nur wenige hundert Meter entfernte Autobahn, sondern auf der Kantonsstrasse Richtung Wängi. In einem Waldstück zwischen Wängi und Lommis hatten die beiden Täter mutmasslich ein weiteres Fluchtauto bereitgestellt, oder ein Komplize wartete auf sie. Denn ihren Audi fackelten sie kurzerhand ab. Die Feuerwehr Affeltrangen-Lommis konnte den Brand löschen, die Polizei stellte das Wrack sicher.

Gestern Vormittag informierte eine dürftige Meldung am Eingang der Post Münchwilen die Kunden, die fast im Minutentakt vor verschlossener Tür standen. «Wegen eines ausserordentlichen Ereignisses bleibt die Poststelle vorübergehend geschlossen», stand auf dem Zettel. «Bitte erledigen Sie Ihre Postgeschäfte in einer der umliegenden Poststellen.»

Am Nachmittag war die Post bereits wieder geöffnet. Der Raubüberfall macht im Dorf schnell die Runde. Mitbekommen hat ihn indes kaum jemand. Im Kebab-Imbiss auf der anderen Strassenseite erzählen die Mitarbeiter, dass sie erst seit neun Uhr bei der Arbeit seien. Ebenfalls in Sichtweite der Post betreibt die Konkurrenz eine Paketstation. Eine Fedex-Angestellte berichtet, sie sei um 7.20 Uhr mit dem Auto zur Arbeit gekommen und habe bereits überall Polizeiautos gesehen.

Zwei korpulente Männer

Eine Grossfahndung sei sofort eingeleitet worden, schreibt denn auch die Kantonspolizei in ihrer Mitteilung. Die Suche verlief bislang ergebnislos. Ein Zeugenaufruf soll deshalb der Fahndung auf die Sprünge helfen. Darin beschreibt die Polizei beide Täter als circa 1,70 Meter gross und korpulent. Einer trug hellblaue Jeans, eine dunkle Jacke und war mit einer schwarzen Sturmhaube maskiert. Der zweite trug eine dunkelbeige Jacke, ein olivfarbenes Halstuch und beige Turnschuhe mit weissen Sohlen, er war ebenfalls maskiert. Zahlreiche Hinweise gingen am Freitag bereits ein. Die Kantonspolizei bittet weitere Zeugen, die Angaben zur Tat, zu den beiden Gesuchten und zum Fluchtfahrzeug, dem grauen Audi, machen können, sich unter 052 728 22 22 zu melden.

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