TZ RHEINTAL: Team-Vizemeister im P1

Kürzlich kämpften 180 Kunstturner um Schweizer Meisterschaftsmedaillen und Diplome. Sieben Athleten des TZ Rheintal hatten sich für diesen prestigeträchtigen Wettkampf qualifiziert.

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Die Kunstturner zeigten, dass sie auch national dabei sind, auch wenn sie einige Male knapp das Podest verpassten: (v. l., hinten) Trainer Sven Sixtus und Cheftrainer Reini Blum, (Mitte, v. l.) Elia Hasler, Marton Kovacs, Steven Hutter, Robin Loher, (vorne, v. l.) Florian Keller, Sam-Maximilian Wibawa. (Bild: pd)

Die Kunstturner zeigten, dass sie auch national dabei sind, auch wenn sie einige Male knapp das Podest verpassten: (v. l., hinten) Trainer Sven Sixtus und Cheftrainer Reini Blum, (Mitte, v. l.) Elia Hasler, Marton Kovacs, Steven Hutter, Robin Loher, (vorne, v. l.) Florian Keller, Sam-Maximilian Wibawa. (Bild: pd)

KUNSTTURNEN. Zum Abschluss der Wettkampfsaison trafen sich die stärksten Nachwuchsturner der Schweiz im bündnerischen Maienfeld, um den Schweizer Meister in den Programmen P1 bis P6 zu küren.

Bronze knapp verpasst

Sam-Maximilian Wibawa überzeugte mit einem fast fehlerfreien Wettkampf und Bestleistungen an Sprung und Pferdbauschen. Das Glück war jedoch nicht auf seiner Seite – und so verpasste er die Bronzemedaille um einen Wimpernschlag. Lediglich 0,075 Punkte trennten ihn am Ende vom Podest und brachten ihm den undankbaren vierten Rang ein. Florian Keller eröffnete den Wettkampf als erster Turner am Pferdbauschen und startete recht verhalten. Er steigerte sich aber zusehends und erhielt für seinen Sprung, genau wie sein Teamkollege Sam-Maximilian Wibawa, die beste Note des Tages. Einzig ein grober Schnitzer am Reck verhinderte, dass er ein Diplom entgegennehmen durfte. Mit seinem zehnten Rang blieb er jedoch nicht hinter den Erwartungen zurück. Die beiden Rheintaler und ihr St. Galler Mannschaftskollege Timon Erb vom STV Wil ergänzten sich hervorragend. Wo einer der drei Schwächen zeigte, bewiesen die anderen beiden, dass sie konkurrenzfähig sind, und so schafften die drei den Sprung aufs Podest der Mannschaftswertung. Die erste Medaille, eine silberne, war im Trockenen.

Diplom für P2-Turner Arnaut

Selim Arnaut kann auf eine hervorragende Saison zurückblicken. So waren die Erwartungen an den besten P2-Turner der Ostschweiz gross. Wie schon im vergangenen Jahr erwies sich vor allem die Konkurrenz aus dem Kanton Tessin als enorm stark. Drei Tessiner unter den ersten vier – dieser Fakt spricht für sich selbst. Selim Arnaut zeigte aber, dass er mitzuhalten vermag und mit nur einem Punkt Rückstand auf das Podest bleibt er ein heisser Kandidat für die nationale Spitze. Robin Loher erwischte einen hervorragenden Tag. Er übertraf sein eigenes Ziel von 73 Punkten klar und darf mit seiner Leistung mehr als zufrieden sein.

Hasler verpasst Diplom knapp

In bester Form präsentierte sich auch Elia Hasler. Er zeigte eine ausgezeichnete Ringübung, turnte eine der anspruchsvollsten Reckübungen und erfüllte sein Soll an den übrigen Geräten. Doch auch ihm war das Glück nicht hold: Er verpasste mit dem neunten Rang das Diplom, genau wie im Vorjahr, um weniger als einen Punkt. Sein Trainingspartner Marton Kovacs laboriert noch immer an einer Schulterverletzung und musste auch dieses Mal die Ringübung auslassen. Eine Platzierung in den Diplomrängen war deshalb nicht zu erwarten und der 14. Schlussrang nur logisch. Die fehlenden Punkte schmerzten aber vor allem am Ende, als für die Mannschaftswertung zusammengerechnet wurde. Denn es fehlte nicht nur der dritte Mann, sondern auch die Ringwertung von Marton Kovacs. Mit 0,4 Punkten mehr wäre der Weg aufs Podest frei gewesen.

Wieder Rang vier

26 Athleten stellten sich im Programm 5 dem schweizweiten Vergleich. Unter ihnen Steven Hutter vom KTV Oberriet. Nach einer herausfordernden Saison, nicht nur im sportlichen Bereich (Aufnahmeprüfung fürs Sportgymnasium Dornbirn), hatte man sich im Training ganz auf den Sprung konzentriert, somit war das Ziel für Samstag klar – Qualifikation für das Gerätefinale am Sprung. Mit der hervorragenden Note von 13,800 gelang es Hutter dann tatsächlich sich für den nächsten Tag zu empfehlen. Auch am Sonntag trumpfte er mit zwei sehr guten Sprüngen auf. Leider präsentierten seine Konkurrenten Sprünge mit noch höheren Schwierigkeiten, was Hutter am Ende den sehr guten, aber ungeliebten vierten Rang einbrachte. Mit der Schweizer Meisterschaft endet die diesjährige Saison. Doch nach den Wettkämpfen ist vor den Wettkämpfen: So bereiten sich die Athleten bereits intensiv auf die neuen Programme vor. Es gilt, neue Elemente zu lernen und Eingeübtes zu perfektionieren bis sie ihre Konkurrenzfähigkeit an den Schweizer Testtagen im Herbst erneut unter Beweis stellen können.

Endergebnisse Mehrkampf SMJ (Maienfeld) P1: 4. Sam-Maximilian Wibawa, 10. Florian Keller; P2: 5. Selim Arnaut, 22. Robin Loher; P4: 9. Elia Hasler, 14. Marton Kovacs; P5: 19. Steven Hutter. Schweizer Meisterschaften Elite und Amateure: St. Gallen, Athletikzentrum: Samstag, 25. Juni, ab 13 Uhr; Sonntag, 26. Juni, ab 11 Uhr.