«Tut mir auf die schöne Pforte»

Bei der Einweihung gab es nur lobende Worte von den Gottesdienstbesuchern über die gelungene Renovation der reformierten Kapelle. Laut Kirchgemeindepräsidentin Käthi Witschi bleiben die Kosten im Rahmen des Voranschlags.

Maya Seiler
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Optimum erreicht: Die hellen Bänke und die Fenster-Isolation. (Bilder: Maya Seiler)

Optimum erreicht: Die hellen Bänke und die Fenster-Isolation. (Bilder: Maya Seiler)

Widnau. Mit den Worten «Die Arbeit der Architekten und Handwerker ist nun beendet, die Arbeit der Kirchgemeindemitglieder fängt hier an», eröffnete Widnaus neuer Pfarrer Stephan Gleim den Gottesdienst. Besucher aus Diepoldsau, Widnau und Kriessern sowie zahlreiche weitere Gäste füllten die renovierte Kapelle bis auf den letzten Platz. Ein Jahr vor dem 100-Jahr-Jubiläum konnten sie den gelungenen Abschluss der umfangreichen Sanierung feiern.

Lieder wie «All Morgen ist ganz frisch und neu» und «Tut mir auf die schöne Pforte» lobten den schönen Bau und bewiesen mit dem festlichen Orgelspiel die akustischen Qualitäten des Kirchenraums. Gemeinsam mit dem Diepoldsauer Seelsorger Andreas Brändle hielt Pfarrer Gleim den Festgottesdienst. Bibelworte über den Bau und das Fundament eines Hauses leiteten über zur Predigt, welche die Bedeutung der Kirche als Raum, aber auch als geistige Heimat zum Thema hatte.

Der Blick der Gottesdienstbesucher ging immer wieder aufwärts, zum hellen Licht, das über Oberlichter den Chorraum indirekt erleuchtete.

Auch die neuste Technik kam zum Einsatz: mit einem eingespielten Gospel «Jesus in my house» und auf die Leinwand projizierten Bildern der Kapelle. Kirchgemeindepräsidentin Käthi Witschi dankte zum Schluss allen Beteiligten; Handwerker und Architekten hätten alle am gleichen Strick gezogen und ihr Bestes gegeben. Zur Beruhigung der Steuerzahler erwähnte sie, man habe die Kosten einhalten können.

Besonders begrüsste sie im erneuerten Gotteshaus Pfarrer Gleim und seine Familie. Architekt Björn Lutze von Bänzigers Architekten überreichte der Kirchgemeinde die Pläne der alten Kapelle, ebenfalls restauriert und neu gerahmt sowie ein Gemälde aus der Bauzeit vor hundert Jahren.

Überraschung: Architekt Björn Lutze überreicht Kirchgemeindepräsidentin Käthi Witschi ein Gemälde, das den Urgrossvater von Dachdeckermeister Hubert Müggler beim Bau der Kapelle zeigt.

Überraschung: Architekt Björn Lutze überreicht Kirchgemeindepräsidentin Käthi Witschi ein Gemälde, das den Urgrossvater von Dachdeckermeister Hubert Müggler beim Bau der Kapelle zeigt.

Neu und doch vertraut: Die renovierte Kapelle erntete viel Lob.

Neu und doch vertraut: Die renovierte Kapelle erntete viel Lob.