Turnhalle ist wieder in Betrieb

HEERBRUGG. In Heerbrugg wird aufgeatmet: Der Boden ist saniert und die Dreifachturnhalle Blattacker kann von Schulen und Vereinen wieder benützt werden. Gestern fand eine kleine Wiedereröffnungsfeier statt.

Bea Sutter
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Markus Waser, Schulleiter OMR, Sandro Hess, Bauchef, und Ivo Riedi, Präsident der OMR (von links nach rechts) freuen sich, die Turnhalle Blattacker wieder in Betrieb nehmen zu können. An der Neueröffnungsfeier nahmen gestern Abend Vertreterinnen und Vertreter der Oberstufe Mittelrheintal, der Primarschule Au-Heerbrugg und der Vereine teil. (Bild: Bea Sutter)

Markus Waser, Schulleiter OMR, Sandro Hess, Bauchef, und Ivo Riedi, Präsident der OMR (von links nach rechts) freuen sich, die Turnhalle Blattacker wieder in Betrieb nehmen zu können. An der Neueröffnungsfeier nahmen gestern Abend Vertreterinnen und Vertreter der Oberstufe Mittelrheintal, der Primarschule Au-Heerbrugg und der Vereine teil. (Bild: Bea Sutter)

Der grosse Ärger und der riesige Aufwand an Arbeit der vergangenen sechs Monate gehören der Vergangenheit an. Ein Stein sei ihm vom Herzen gefallen, sagte Ivo Riedi, Präsident der Oberstufenschulgemeinde Mittelrheintal, gestern bei seiner Ansprache an der kleinen Wiedereröffnungsfeier im «trockenen Teil» der Dreifachturnhalle Blattacker, das heisst auf der Galerie, wo allen einen Augenschein von den in neuem Glanz erstrahlenden Turnhallen-Abteilungen nehmen konnten. «Da unten ist es jetzt auch trocken», zeigte er erleichtert und erfreut auf den neuen Hallenboden hinunter. Jetzt könne man ja «witzeln», aber die vergangenen Monate hätten nichts zu lachen gegeben, so der OMR-Präsident.

Fünf Monate Verzögerung

Bei der Turnhalle, die seit 2006 in Betrieb ist, wurden nach kurzer Zeit Mängel im Hallenboden festgestellt. Für den OMR–Schulrat und vor allem den Bauchef Sandro Hess begann eine arbeitsintensive Zeit. Abklärungen und Tests von beigezogenen Fachleuten belegten eine zu hohe Feuchtigkeit in den verschiedenen Bodenschichten. Zuviel Nässe hätte zum Wellen und Reissen des Bodenbelages geführt. Mitte Juni vergangenen Jahres wurde die Totalsanierung in Angriff genommen. Der ganze Boden wurde herausgerissen. Immer wieder wurden Feuchtigkeitsmessungen gemacht. «Die Resultate waren immer wieder anders», führte Ivo Riedi aus.

«Es war bald klar, die Turnhalle konnte nicht wie geplant Mitte August, zu Beginn des neuen Schuljahres, in Betrieb genommen werden.» Nach weiteren Untersuchungen liessen im Spätherbst die Feuchtigkeitswerte dann zu, dass mit dem Einbau des Bodens begonnen werden konnte. Zu den Kosten sagte Ivo Riedi: «Die Aufteilung der Kosten ist auf gutem Weg. Im Laufe dieser Woche wird endgültig definiert, wie viel die OMR, die Primarschulgemeinde Au-Heerbrugg und das Bauunternehmen Müller AG aus St. Gallen zahlen müssen. Die Bruttokosten belaufen sich auf rund 500 000 Franken. Davon entfallen auf den Hallenboden 240 000 Franken. In die Gesamtkosten eingerechnet sind Energieverbrauch, Expertisen und Abklärungen durch Spezialisten und das Mieten von auswärtigem Turnraum.

Wieder Normalbetrieb

Bauchef und OMR-Schulrat Sandro Hess wand Lehrern, Schülern und Vereinen ein Kränzchen für das grosse Verständnis. Für Schulleiter Markus Waser war es eine logistische Meisterleistung, den Sportbetrieb aufrecht zu erhalten. Es bleibe zu hoffen, dass der Boden für die nächsten 30 Jahre hält, sagte Ivo Riedi und lud alle zu einem kleinen Imbiss ein. Bereits gestern morgen hätten alle Schüler ein «Brötli» bekommen. Dies als Dank dafür, dass sie oft bei Wind und Wetter im Freien ihre Turnstunden absolviert haben. «Alle haben das Beste aus der schwierigen Situation gemacht. Nun herrscht wieder Normalbetrieb.»