Turbulenter Auftakt in Au

Im Duell der Zweitliga-Absteiger setzte sich Au-Berneck gegen Staad mit 2:1 (1:0) durch. Allerdings legten die Gäste Protest ein, wegen eines auf kuriose Weise nicht anerkannten Treffers.

Hubert Gehrig
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Vom Ball verfolgt: Der Auer Joel Hutter (vorne) und der Staader Marco Fischer im Zweikampf. (Bild: Yves Solenthaler)

Vom Ball verfolgt: Der Auer Joel Hutter (vorne) und der Staader Marco Fischer im Zweikampf. (Bild: Yves Solenthaler)

Die beiden Absteiger hatten ihre Mannschaften auf die neue Saison drastisch umgebaut, und entsprechend standen sich zwei sehr junge Mannschaften gegenüber. Dabei erwischten die Gäste den besseren Start, ohne jedoch zu zwingenden Torchancen zu kommen. Im Gegenteil, in der 6. Minute hatte Joel Hutter mit seinem Kopfball über den einige Meter vor dem Tor postierten Weishaupt Pech, prallte dieser doch an die Latte.

Danach bekämpften sich die Teams vorwiegend im Mittelfeld, und als man bereits mit einem torlosen Pausenresultat rechnete, schlug das Heimteam doch noch zu. Schudel flankte präzis auf Daniel Lichtenstern, und dieser überwand mit einem herrlichen Volleyschuss den Gästehüter zum 1:0.

Hektische Schlussphase

Der zweite Durchgang war noch keine zwei Minuten alt, als den Seebuben der Ausgleich gelang.

Die Auer Defensive war nicht richtig geordnet, und so ging Jan Acklin vor dem Tor vergessen, was dieser mittels Flachschuss zum 1:1 ausnützte. Die Auer verloren etwas den Tritt, und als Höhepunkt folgte in der 56. Minute der Platzverweis von Winterberg, der gemäss Schiedsrichter zu heftig gegen seine Entscheidungen protestierte. Danach waren es dann nochmals die Gäste, die einige gute Chancen hatten. Doch in der 60. Minute konnte Sieber im letzten Moment klären, und als Liechti in der 66.

Minute zum Abschluss kam, zeigte Zoller eine spektakuläre Parade. In der 68. Minute kam es zu einer Szene, über die noch lange nach dem Schlusspfiff diskutiert wurde. Dabei stand Schiedsrichter Huber im Mittelpunkt.

Anerkannt und dann aberkannt

Nach einem Zweikampf sprach er den Auern auf der Höhe der Mittellinie einen Freistoss zu.

Es waren jedoch die Gäste, die den Ball schnell spielten und schliesslich durch Hausmann gegen die verdutzte Auer Hintermannschaft das vermeintliche Führungstor erzielen konnten. Der Schiedsrichter zeigte auch sofort zur Mitte. Nachdem ihn Trainer Niederer jedoch lautstark auf seinen Fehler aufmerksam gemacht hatte, nahm er die Entscheidung wieder zurück und liess das Spiel mit dem Freistoss zugunsten des Heimteams wieder aufnehmen. Beide Mannschaften sowie deren Betreuer waren nun natürlich sehr aufgebracht.

Matchwinner Simon Schudel

Dennoch wurde in der Folge wieder Fussball gespielt, und beide Mannschaften suchten nochmals den Sieg. Obwohl die Auer in Unterzahl agieren mussten, konnten sie die Partie mit grossem Einsatz ausgeglichen gestalten und kurz vor Schluss gar noch den Lucky Punch setzen. Nach einer schönen Kombination über Colic und Egger war es in der 87. Minute der quirlige Schudel, der vor dem Tor lauerte und zum glücklichen 2:1-Schlussresultat einschieben konnte.

Die Freude bei den Gastgebern war natürlich riesig und der Frust beim FC Staad ebenfalls verständlich. Dennoch war die verbale Entgleisung eines Spielers gegen die Auer Trainerbank völlig deplatziert und hätte von einem konsequenten Schiedsrichter ebenfalls mit einer roten Karte bestraft werden müssen.

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