Türli & Flidari schlitteln in Bergün

ALTSTÄTTEN. Nachdem die beiden Bilderbuchfiguren Türli und Flidari den Bahnerlebnisweg Albula erkundet haben, schlitteln sie nun im Bündnerland. Dort wächst das Interesse am Rheintaler Schollariet.

Gert Bruderer
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Mit «Türli & Flidari», Band 3, setzen Jürg Loser (links) und Patrick Steiger ihre erfolgreiche Bilderbuchreihe fort. (Bild: Gert Bruderer)

Mit «Türli & Flidari», Band 3, setzen Jürg Loser (links) und Patrick Steiger ihre erfolgreiche Bilderbuchreihe fort. (Bild: Gert Bruderer)

Im vorletzten Jahr begann die Erfolgsgeschichte: Der erste Band von Türli und Flidari erzählte, was die beiden Figuren im Riet erleben. Seither haben Autor Jürg Loser und Zeichner Patrick Steiger fleissig weitergearbeitet – und über das Schweizer Buchzentrum landesweit viele Bücher verkaufen können. Inzwischen ist aus der guten Idee bereits eine kleine Buchreihe geworden. Im dritten, soeben erschienenen Band schlitteln Türli und Flidari in der Region um Bergün.

Unesco wieder dabei

Mit dem neuen Buch hatten sich der in Montlingen aufgewachsene Loser und der in Altstätter als Künstler tätige Steiger beim Unesco-Welterbe Rhätische Bahn beworben. Unesco war begeistert und an einer Zusammenarbeit interessiert, wollte aber ein damals aktuelles Thema im Mittelpunkt sehen: den Bahnerlebnisweg Albula. Also handelte Band 2, der im Frühling erschien, von jenem Bahnerlebnisweg.

Doch aufgeschoben war nicht aufgehoben. Zumal die Abenteuer von Türli und Flidari beliebt sind und Unesco-Welterbe RhB sich von Anfang an eine langfristige Zusammenarbeit vorstellen konnte, wurde sie für den dritten Band fortgesetzt. Jürg Loser sagt, die Unesco-Vertreter seien sehr unkompliziert gewesen und hätten ihm und Patrick Steiger uneingeschränkte künstlerische Freiheit zugestanden.

Bündner am Riet interessiert

Auch der dritte Band zeigt viele bekannte Orte und Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören die Eisenbahnstrecke von Bergün nach Preda, die berühmten Kehrtunnels und Schleifen oder Bergüns Wahrzeichen, der «Römerturm». Dass dieses Buch nur wenige Monate nach Band 2 erhältlich ist, liegt daran, dass die Skizzen schon vorlagen, als Loser und Steiger beim Unesco-Welterbe RhB angeklopft hatten.

Bereits der zweite Band war im neu gegründeten Türliverlag erschienen, den Loser betreibt. Dass Türli und Flidari sich zur beliebten Reihe entwickelt, hat einen willkommenen Effekt: Viele Leserinnen und Leser, die Gefallen an den zwei Lausbuben gefunden haben, interessieren sich für weitere Bände.

So wird der erste Band «Türli und Flidari im Schollariet» inzwischen auch im Bündnerland nachgefragt. Und bereits ist – diesen Sommer – das erste Puzzle mit den Bilderbuchfiguren erschienen.

Zwar können Steiger und Loser von ihrem Bilderbuch-Hit nicht leben, aber die Abenteuer der Lausbuben bilden zwei Jahre nach dem Start eine solide wirtschaftliche Basis. Auch die weitere Zusammenarbeit mit Unesco, sagt Loser, sei beidseits vorstellbar. Themen gibt es noch genug. Vielleicht verbringen Türli und Flidari ja bald einen Tag in der St. Galler Stiftsbibliothek. Aber auch die Burgen von Bellinzona und acht weitere Welterbe-Stätten kommen für eine Fortsetzung der Bilderbuch-Reihe in Frage.

Erstmals erleben die Lausbuben ein Abenteuer im Winter. (Bild: pd)

Erstmals erleben die Lausbuben ein Abenteuer im Winter. (Bild: pd)