Tschaikowsky im «Wiesental»

Nina Thürs grosse Leidenschaft ist das Ballett. Für ihre Projektarbeit hat sie selbst ein Tanzprogramm zusammengestellt, das sie diesen Freitag aufführt. Der Erlös der Veranstaltung geht an die Stiftung Theodora.

Anina Gächter
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ALTSTÄTTEN. Schule, Ballett, Schlafen – so sieht Nina Thürs Alltag aus. Vor elf Jahren begann sie Ballett zu tanzen, mittlerweile trainiert sie sechsmal pro Woche. «Natürlich muss ich auf einige Dinge verzichten. Ich habe zum Beispiel keine Zeit, um nach der Schule meine Freunde zu treffen. Aber da ich gerne tanze und auch in meiner Ballettgruppe Freundinnen habe, ist das nicht so schlimm», erklärt die 15-Jährige, die von einer Karriere als professionelle Balletttänzerin träumt. Um ihr Ziel zu erreichen, möchte sie nach der Sekundarschule eine dreijährige Ausbildung an der Tanzakademie Zürich absolvieren.

Ein eigener Tanzevent

Diesen Freitag erhält Nina die Chance, ihre Leidenschaft mit ihren Schulfreunden zu teilen. Als Projektarbeit zum Abschluss an der Oberstufe Altstätten organisiert sie eine Ballettaufführung, deren Erlös gespendet wird. Vor vier Monaten begann sie mit den Vorbereitungen. «Die Tänze einzustudieren und einen Auftrittsort zu finden, war kein Problem. Am meisten Schwierigkeiten hatte ich mit dem Organisieren der Verpflegung. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich ein wenig chaotisch bin», meint sie lachend.

Eine weitere Herausforderung sei das Zusammenstellen der Musik gewesen. Da das Tanzprogramm klassische, neoklassische und moderne Stücke beinhaltet, habe das Schneiden der Musik viel Zeit beansprucht. «Ich selbst tanze eigentlich nur zu klassischen Stücken. Da aber die meisten jungen Leute klassische Musik nicht sehr mögen, habe ich mich entschieden, auch andere Musikstile in das Programm einzubauen. Durch die vielfältige Musikauswahl sollen sich mehr Menschen von den Tänzen angesprochen fühlen», erklärt die 15-Jährige. Aufgeführt werden die Choreographien von der Jugendtanzgruppe der Ballettschule Veronica Rossetti. Die Gruppe trat 2012 bei «Die grössten Schweizer Talente» auf, wo sie den Halbfinal erreichte.

Für Spitalclowns sammeln

Die Aufführung findet morgen Freitag um 20 Uhr im Schulhaus Wiesental statt. Für Kinder ist der Eintritt frei, Erwachsene zahlen fünf Franken. Der Erlös des Anlasses geht an die Stiftung Theodora. «Zuerst wollte ich nach Kenia spenden. Dann habe ich aber beschlossen, dass ich lieber hier in der Umgebung helfen möchte», erklärt Nina Thür.

Als zufälligerweise eine ihrer Bekannten ins Spital musste, kam sie auf die Idee, sich an die Stiftung Theodora zu wenden. Die gemeinnützige Stiftung versucht, das Leiden von Kindern im Spital und in spezialisierten Institutionen durch Freude und Lachen zu lindern. Sie organisiert und finanziert den Besuch von Spitalclowns in Spitälern und Institutionen für Kinder mit Behinderung in der ganzen Schweiz. «Ich finde das Projekt sehr sinnvoll, da ich selbst auch nicht gerne ins Krankenhaus gehe. So hat man etwas, auf das man sich während des Spitalaufenthalts freuen kann», meint Nina Thür.

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