Trotz Sieg kein Heimrecht

Die Luchse gewinnen gegen die Rapperswil-Jona Lakers dank einer abgeklärten Leistung mit 8:0 (3:0, 3:0, 2:0). Die drei Punkte bringen sie jedoch nicht in den Genuss des Playoff-Heimrechts. SC Rheintal – Rapperswil (3:0; 3:0: 2:0)

Larissa Binder
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Ammann erzielte das erste der acht Tore für den SC Rheintal. (Bild: Larissa Binder)

Ammann erzielte das erste der acht Tore für den SC Rheintal. (Bild: Larissa Binder)

EISHOCKEY. Im ersten Drittel geizte der SC Rheintal nicht mit dem Tempo. Die Lakers hatten Mühe, mitzuhalten. Allerdings waren es zuerst die Gäste, die zu einer Chance kamen. In der zweiten Minute sorgte ein Pfostenknaller an Martis Gehäuse für eine Schrecksekunde. Der Schock währte nur kurz, denn schon zwei Minuten später durften sich die Luchse dank Ammann über den ersten Treffer freuen. Nochmals knapp zwei Minuten später doppelte Topskorer Breitenmoser nach. Der SC Rheintal machte fortan Druck, die Lakers kamen nur wenig zu reellen Chancen und schienen bereits früh geschlagen. In der 13. Minute traf Holdener zum 3:0. Danach flachte das Tempo ab. Das erste Rheintaler Powerplay konnte wenig überzeugen, es fehlte die Bewegung.

Drei Pfostenschüsse

In der 22. Minute kam Holenstein zu einer Chance, er traf jedoch nur den Pfosten. Als die Luchse ihre erste Strafe kassierten, fiel ihre Leistung massiv ab. «Rappi» konnte immer wieder Druck vor dem Rheintaler Gehäuse machen, die Chancen wurden aber nicht verwertet.

In der 27. Minute dann ein Effort von Pilgram, der an der Lakers-Verteidigung vorbeizog, er traf jedoch nur Büssers Schoner. Den Abpraller verwertete jedoch Popp perfekt. Nur 18 Sekunden später lief Captain Moser lässig los und versenkte die Scheibe ins linke Eck: 5:0. Als ein Rapperswiler auf die Strafbank musste, kamen die Luchse wieder zu Chancen, die Verwertung war aber nicht optimal. Pfeiffer traf den Pfosten. In der 35. Minute war es dann erneut Topskorer Breitenmoser, der die Scheibe ins Netz beförderte. Zwei Minuten später erneut ein Pfostenknaller durch Strebel – es war das dritte Mal, dass die Rheintaler nur das Gehäuse abschossen.

SCR-Keeper bleiben makellos

Im letzten Drittel wurden in beiden Teams die Torhüter ausgewechselt. Büsser wurde durch Siegenthaler ersetzt, Lütscher durfte für Marti rein. Der SCR-Keeper hatte in diesem Drittel mehr zu tun als sein Vorgänger, denn das Spiel der Luchse wurde zusehends nachlässig. Zuerst kassierten sie eine Strafe, aber die Lakers reüssierten nicht. Dann folgte ein Powerplay, was den Luchsen auch keine Beute bescherte. Viele individuelle Fehler führten dazu, dass die Gäste immer wieder zum Zug kamen, aber Lütscher sollte unbezwungen bleiben. Lange sah es so aus, als würde es ihm Siegenthaler gleichtun, aber in der 56. Minute fassten sich Moser, Ammann und Strebel ein Herz und tricksten Siegenthaler mit einer perfekten Kombination aus: 7:0. Eine knappe halbe Minute später traf dann noch Knöpfel von der blauen Linie.

Auswärtsspiel am Dienstag

Der klare 8:0-Sieg brachte den Luchsen jedoch nicht das gewünschte Erklimmen des vierten Rangs. Der EC Wil siegte auswärts gegen Uzwil ebenfalls und bleibt somit auf dem bevorteilten vierten Tabellenrang. Durch diese Ausgangslage startet der SC Rheintal kommenden Dienstag mit einem Auswärtsspiel in die Playoff-Achtelfinals. Der Gegner heisst HC Luzern.

2.LIGA, GRUPPE 2

Aegeten – 155 Z. – SR: Stüssi, Mandl.

Tore: 4. Ammann (Holenstein, Popp) 1:0; 6. Breitenmoser (Ammann) 2:0; 13. Holdener (Hauser, Speranzino) 3:0; 27. Holenstein (Pilgram) 4:0; 27. Moser (Berweger) 5:0; 35. Breitenmoser (Holenstein, Obrist) 6:0; 56. Strebel (Moser, Ammann) 7:0; 56. Knöpfel (Pfeiffer, Holenstein) 8:0.

Rheintal: Marti (40. Lütscher); Berweger, Ammann; Knöpfel, Obrist; Bürki Ungricht; Moser, Strebel, Schlegel; Holenstein, Breitenmoser, Pfeiffer; Hauser, Speranzino, Holdener; Pilgram, Popp. Coach: Nater.

Strafen: Rheintal (5×2) Lakers (5×2, 1×10).

Weitere Resultate: Wallisellen – Lenzerheide-Valbella 6:4. Prättigau-Herrschaft – Dielsdorf-Niederhasli 13:2. Uzwil – Wil 2:4. St. Moritz – Kreuzlingen-Konstanz 2:0. Engiadina – Herisau 2:4.

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