Trotz Quarantänegefahr nicht auf die Ferien verzichten: Eine Zwillingsmutter aus Kriessern möchte mit ihren Töchtern nach Montenegro

Jacquelina Kalinić aus Kriessern möchte mit ihren Töchtern nach Montenegro, auch wenn sie bei der Rückkehr in Quarantäne müssten.

Benjamin Schmid
Drucken
Teilen
Schöne Aussichten trotz drohender Quarantäne nach den Ferien in Bijela.

Schöne Aussichten trotz drohender Quarantäne nach den Ferien in Bijela.

Bild: Jacquelina Kalinić

Seit dem 6. Juli müssen Reisende aus Risikoländern zehn Tage in Quarantäne. Derzeit sind 29 Länder aufgelistet. Noch ist das Urlaubsziel von Jacquelina Kalinić nicht darauf. Entspannt sich die Situation nicht, könnte Montenegro im August auf die Liste gesetzt werden.

«Kein Grund, die Ferien zu verschieben», sagt die Zwillingsmutter, «ich möchte endlich wieder meine Familie sehen.» Solange die Grenzen nicht dicht seien und die Gefahr einer möglichen zweiten Welle eingeschränkt sei, halte sie an ihren Reiseplänen fest. Denn die Bucht von Kotor mit den Bergen und dem Meer mache sie glücklich.

Lieber mit dem Flugzeug als mit dem Auto

«Auch wenn die Coronapandemie nicht über uns hereingebrochen wäre, hätten wir Ferien in Montenegro gemacht», sagt die 26-Jährige. Angst vor einer Ansteckung habe sie keine, dafür aber Unbehagen über die steigenden Fallzahlen. Eine zweite Welle wäre schlecht, da ihre Pläne ins Wasser fallen würden und sie ihre Verwandten nicht besuchen könnte. «Ich nehme es gelassen, da ich es nicht ändern kann», sagt die Kriessnerin, «ich bin froh, dass man überhaupt noch einreisen kann und nicht wie im Frühling die Grenzen komplett geschlossen sind.»

Sollte sich das nicht kurzfristig wieder ändern, fliegt sie mit ihren Kindern nach Bijela an der montenegrinischen Adriaküste. Ihre Eltern haben Appartements direkt am Meer. «Und meine Töchter lieben es, am Strand zu spielen», sagt Jacquelina Kalinić. Es soll aber kein reiner Strandurlaub werden: Wandern und Tauchen stehen ebenso auf dem Programm wie Bootsfahrten und Städtetrips. Die Bucht von Kotor ist eine fast dreissig Kilometer lange, von steilen Bergflanken gesäumte, fjordartige Bucht und von der Unesco als Welterbe geschützt. Ein Ort, wie gemacht, um die Seele baumeln zu lassen.

Mundschutz und Desinfektionsmittel werden eingepackt. Um das Risiko einer Ansteckung zu senken, vermeide sie grössere Menschenansammlungen und verzichte im Notfall auf den Besuch touristischer Attraktionen, sagt Jacquelina Kalinić.