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Trophäe geht nach Willisau

Nicht ganz unerwartet gewinnt der letztjährige Sieger der Premium League und des Swisscups, der RC Willisau, auch dieses Jahr die Swisscup-Trophäe. Alle Mannschaften, auch Kriessern und Gastgeber Oberriet-Grabs, boten hochkarätigen Ringersport.
Diana Häsler
Für sämtliche Gegner zu stark: Schweizermeister Willisau (unten) schlug sie alle, hier im Final gegen Freiamt. (Bild: Diana Häsler)

Für sämtliche Gegner zu stark: Schweizermeister Willisau (unten) schlug sie alle, hier im Final gegen Freiamt. (Bild: Diana Häsler)

RINGEN. In der Bildstöckli-Halle in Oberriet trafen sich am Samstag 14 Mannschaften aus der ganzen Schweiz, um sich zu messen und den Cupsieger zu küren. Alle Mannschaften zeigten hochstehenden Ringersport und die Zuschauer kamen in den Genuss von herausragenden Kämpfen. Die Bildstöckli-Halle erwies wieder einmal ihre Funktionalität, und so konnte ein unfallfreier und reibungsloser Anlass durchgeführt werden. Dies war nur möglich dank der hervorragend geleisteten Arbeit der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer sowie des Organisationskomitees des Ringerclubs Oberriet-Grabs.

Oberriet-Grabs dezimiert

Der RCOG hatte im Vorfeld des Turniers etwas Pech – und so konnten drei Stammringer krankheitshalber nicht antreten. Die dezimierte Mannschaft bezwang in der Gruppenphase trotzdem Martigny und musste nur gegen Willisau, den Finalsieger, eine äusserst knappe Niederlage einstecken: So starteten Nicolas Steiger und Flavio Freuler gleich mit technischer Überlegenheit ins Turnier. Ilir Fetahu konnte für seine Mannschaft einen Punktesieg erringen. Marco Obrist, Raphael Baumgartner und Dominik Steiger mussten sich dem Gegner geschlagen geben.

Vor dem letzten Kampf stand es ausgeglichen 13:13. Nun fehlte dem RCOG das schwerste Gewicht (130 kg) und Schweizermeister Willisau gewann die Begegnung mit 17:13. Ein tolles Resultat für die Rheintaler Mannschaft, wenn man bedenkt, dass sie dezimiert antreten musste und dem späteren Sieger gegenüberstand. Daniel Steiger, der Präsident des Ringerclubs Oberriet-Grabs, zeigte sich zufrieden mit der Leistung des Gastgeber-Teams: «Die Mannschaft hat die Erwartungen trotz der speziellen Umstände erfüllt und konnte sich im vorderen Mittelfeld platzieren. Das zeigt, dass wir mit dieser jungen Mannschaft auf dem richtigen Weg sind.»

Durchmischte Kriessner Teams

Die Ringerstaffel Kriessern startete mit zwei durchmischten, ebenbürtigen Mannschaften in den Kampf. Nach einem wirklich guten Start in der Gruppenphase mit beiden Teams erhoffte man sich, im Halbfinal die Kräfte so neu zu verteilen, dass mindestens eine Mannschaft weiter käme.

Die Strategie ging nicht ganz auf: Kriessern I startete mit zwei unbestrittenen Siegen gegen Schattdorf und Thalheim, unterlag dann aber knapp der Ringerriege Hergiswil mit 11:16. Kriessern II bezwang fast ebenso klar Rapperswil-Jona und Tuggen, scheiterte dann aber am späteren Finalisten Freiamt. Somit war das Halbfinale nicht mehr erreichbar. In den Klassifizierungskämpfen liessen sich beide Mannschaften aber nicht unterkriegen und landeten so gemeinsam auf dem ausgezeichneten fünften Rang.

Der Kriessner Trainer David Hungerbühler resümierte: «Wir wollten alle jungen Ringer einsetzen, dies haben wir erreicht. Dass wir es nach diesem guten Start in der Gruppenphase nicht in den Halbfinal geschafft haben, ist schade. Wir sind aber mit den fünften Rängen zufrieden.»

Ringer von Oberriet-Grabs (links) in Aktion. Trotz dezimiertem Kader mussten sich die Gastgeber nur dem Sieger Willisau geschlagen geben. (Bilder: Werner Walt)

Ringer von Oberriet-Grabs (links) in Aktion. Trotz dezimiertem Kader mussten sich die Gastgeber nur dem Sieger Willisau geschlagen geben. (Bilder: Werner Walt)

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