Trommeln und Kulturen kennenlernen

Die Primarschule Walzenhausen arbeitete während eines halben Jahres an einem Projekt zu guten Umgangsformen. Gestern wurde es mit einem afrikanischen Trommel-Workshop abgeschlossen.

Seraina Hess
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Primarschüler und Kindergärtler trommelten gestern Vormittag in der Turnhalle der MZA auf ihre Djembes. (Bild: Seraina Hess)

Primarschüler und Kindergärtler trommelten gestern Vormittag in der Turnhalle der MZA auf ihre Djembes. (Bild: Seraina Hess)

WALZENHAUSEN. Über ein halbes Jahr arbeiteten die Primarschüler und Kindergärtler an einem Schulprojekt zum Thema Umgangsformen. «Freundlichkeit gegenüber seinen Mitmenschen geht immer mehr verloren. Wir wollten deshalb mit unserem Projekt ein Zeichen setzen», sagte Käthy Zwahlen, Schulische Heilpädagogin in Walzenhausen. Primarschüler und Kindergärtler grüssten sich in diesem Semester in allen Schulhäusern jede Woche in einer anderen Sprache: ob auf Italienisch, Französisch oder Englisch. «Es ist heute leider nicht mehr selbstverständlich, dass Schüler Erwachsene siezen und sie im Dorf grüssen», so Zwahlen.

Offenheit gegenüber Neuem

Nicht nur Höflichkeit war den Lehrpersonen ein Anliegen. Auch Offenheit gegenüber anderen Kulturen wurde in die Projektarbeiten integriert, wie schon das Grüssen in einer anderen Sprache zeigt. Toleranz sei wichtig, deshalb habe man auch darauf ein Augenmerk gelegt, sagte Zwahlen.

Exotischer Znüni und Djembe

Zum Abschluss des Projekts sollten die Schüler und Kindergärtler einen möglichst authentischen Einblick in eine fremde Kultur erhalten. Nebst einem Znüni, der aus Spezialitäten aller Welt bestand, bekamen die Schüler deshalb gestern Vormittag in der Turnhalle der Mehrzweckanlage Besuch von der Trommler-Gruppe African Drum. In diesem Workshop erhielten die Buben und Mädchen eine afrikanische Trommel – eine Djembe – und versuchten unter der Anleitung von Florina Mansani, Rhythmen zu trommeln, Lieder zu singen und zu tanzen.