Traum von Weihnachten in den USA

Mit Ramon Untersander und Manuel Holenstein figurieren zwei Rheintaler im Kader der U20-Weltmeisterschaft der Eishockeyaner. In dieser Woche geht die Selektion mit dem Trainingscamp in Arosa in die entscheidende Phase.

Andrea Kobler
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eishockey. Weihnachten in den USA zu verbringen, das ist der Traum der beiden Widnauer Ramon Untersander und Manuel Holenstein. In Buffalo, der zweitgrössten Stadt des US-Bundesstaates New York, werden vom 26. Dezember bis 5. Januar die U20-Weltmeisterschaften ausgetragen. Während es für Ramon Untersander der zweite Einsatz bei einer U20-WM wäre, könnte Manuel Holenstein ein Karriere–Highlight feiern. In den kommenden 14 Tagen wird er zusammen mit fünf Stürmer-Kollegen um drei Plätze kämpfen.

Zukunftweisendes Krafttraining

In den diesjährigen Saisonspielen kam er immer zum Einsatz, zeichnete sich zum Beispiel auch beim dritten Rang des Teams bei einem Vorbereitungsturnier (World Junior A Challenge) in Penticton (Kanada) aus: «Da aber in den USA auch die Schweizer Spieler zum Kader stossen, die in nordamerikanischen Teams spielen, wird der Kampf um die Plätze härter.» Holenstein hofft dennoch, dass er die Reise ins zweite Trainingscamp in Kanada antreten kann und am 24. Dezember nicht zu denjenigen Spielern gehören wird, die in das Flugzeug Richtung Heimat steigen müssen. Als dritter ehemaliger SCR-Spieler gehört auch der in Davos spielende Grabser Renato Engler dem U20-Kader an. Manuel Holenstein konnte beim HC Davos bisher gute Erfahrungen sammeln: «Es ist schön, dass ich die Chance erhielt, in der ersten Mannschaft zu spielen.» Derzeit geht der 19-Jährige mit den Junioren auf Punktejagd. National-League-A-Coach Arno Del Curto verlangt von ihm, das Augenmerk auf das Krafttraining zu legen. So trainiert Holenstein täglich nach Plänen von Konditionstrainer Pierre Gutknecht. Der Stürmer soll damit körperliche Defizite wettmachen: «In der NLA wie auch in der U20-Nationalmannschaft habe ich gespürt, dass ich im Kraftbereich noch aufholen muss.» Der Rheintaler ist überzeugt, dass seine physische Verfassung kommenden Sommer für den weiteren Karriereverlauf entscheidend sein wird.

An Vorjahresleistung anknüpfen

Ramon Untersander hingegen rechnet fest mit einem Einsatz an der U20-Weltmeisterschaft. Es wäre seine zweite Teilnahme. Die Verletzung des rechten Handgelenks mit einer kleinen Absplitterung eines Handwurzelknochens, die er sich im September zuzog, ist gut verheilt. «Es geht langsam wieder aufwärts», erklärt der 19-Jährige, der beim HCD oftmals im «Tschechen-Block» zum Einsatz kommt. Die Kommunikation ist für ihn dabei kein Problem: «Meine Kollegen können bereits gut Deutsch. Ansonsten verständigen wir uns mit Händen und Füssen.» Für den Verteidiger steht sowohl in der National-League-A-Mannschaft des HC Davos wie auch bei der U20 die Mannschaftsleistung im Vordergrund. Deshalb hat er sich für die U20-WM nur ein Ziel gesetzt: «Letztes Jahr erreichten wir den vierten Platz. Nun hoffe ich, dass wir an jene Leistung anknüpfen können.»

Hoffen auf Vertragsverlängerung

Die Verträge der beiden Rheintaler beim HCD laufen im kommenden Frühling aus. Holenstein, der derzeit für den Abschluss an der Elite-Sportschule in Davos büffelt, und auch Untersander hoffen, ihre Eishockey-Karriere im Landwassertal fortsetzen zu können. Eine Karriere, welche die beiden Widnauer als Dreijährige beim SC Rheintal praktisch parallel lancierten. «Ich war erst eine Woche im Training, als Ramon sich ebenfalls entschied, zum Eishockey zu gehen», lacht Holenstein. Erinnerungen, die sie allenfalls bald vermehrt aufleben lassen werden. Denn bleiben die Rheintaler weiterhin in Davos, ist es nicht ausgeschlossen, dass sie ab Sommer auch eine gemeinsame Wohnung teilen.

Ramon Untersander und Manuel Holenstein (von links) hoffen auf einen Einsatz an den U20-Weltmeisterschaften in Buffalo. (Bilder: pd)

Ramon Untersander und Manuel Holenstein (von links) hoffen auf einen Einsatz an den U20-Weltmeisterschaften in Buffalo. (Bilder: pd)

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