Traditionelles Eierlesefest mit Umzug

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Vor dem Eierlesefest wird ein Umzug durchgeführt. (Bild: pd)

Vor dem Eierlesefest wird ein Umzug durchgeführt. (Bild: pd)

Oberriet Der Anlass beginnt am Ostermontag mit einem grossen Umzug um 13.30 Uhr ab Bahnhof Oberriet bis zum Schulhaus Burgwies, wo das eigentliche Eierlesefest stattfindet.

Brauch geht bis ins 16. Jahrhundert zurück

Dieser Brauch, der bis ins 16. Jahrhundert zurückgeht, lässt der STV Oberriet-Eichenwies jeweils in einem Fünf-Jahres-Turnus wieder aufleben. Wilde, vermummte Gesellen, die «Dürren», symbolisch für den Winter, und die «Grünen», symbolisch für den Frühling, treiben durchs Dorf. Auch Hexen, Dämonen, Osterhasen, Blumenmädchen und viele andere Sujets sind zu bestaunen. Zwei Musikvereine, Tambouren und ein Schellner­club sorgen für die musikalische Umrahmung. Für die «Eierlesete» sind die weiss gekleideten «Bändelbuben» zuständig. Auf dem Festplatz werfen sie sich Eier zu. Bei der Eierstafette treten zwei Gruppen zum sportlichen Wettstreit an, indem sie Eier auslegen, eine Wegstrecke zurücklegen und wieder einsammeln.

Kampf zwischen den «Grünen» und «Dürren»

Ihnen helfend zur Seite stehen immer die «Bändeljungfern». Zum Abschluss des Eierlesefestes wird auf der Schulwiese der Kampf zwischen den «Grünen» und den «Dürren» ausgetragen, wobei die «Grünen» im Zeichen des Frühlings als Sieger hervorgehen und dem Winter, vertreten durch die «Dürren», den Garaus machen werden. Dies versinnbildlicht die Austreibung der Winterdämonen durch die Frühlingsgeister. Der organisierende STV Oberriet-Eichenwies sorgt für das leibliche Wohl. (pd)

Bei starken Niederschlägen wird das Eierlesefest nicht durchgeführt; ein Verschiebedatum ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Telefon Nr. 1600-5 gibt am Ostermontag ab 7 Uhr Auskunft über die Durchführung.