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Tote Schwäne am Alten Rhein

Zwei Schwäne sind am Alten Rhein unter ungeklärten Umständen gestorben. Ein Tier lag tot auf dem Nest, das andere am Ufer. Es kursieren Gerüchte, dass Gift zum Tod der stolzen Wasservögel führte.
Hildegard Bickel
Nach dem Tod eines Schwanenweibchens am Alten Rhein sitzt nun das Männchen auf den Eiern und brütet. (Bild: Archiv/Tagblatt)

Nach dem Tod eines Schwanenweibchens am Alten Rhein sitzt nun das Männchen auf den Eiern und brütet. (Bild: Archiv/Tagblatt)

Auf der Lustenauer Seite des Alten Rheins, in der Nähe des Rohrs und der Schrebergärten, starb ein brütender Schwan in seinem Nest. Mit ausgestrecktem Hals lag er reglos auf vier Eiern. Ein anderer Schwan lag tot am Ufer auf der Schweizer Seite. «Die Vorfälle ereigneten sich Anfang April», sagt Karl Heinz Hanny von der Tierrettung Vorarlberg. Der Lustenauer Schwan wies keine Anzeichen von Verletzungen auf, strömte aber bereits einen starken Verwesungsgeruch aus.

Aufgrund des schlechten Zustandes des Kadavers gab es keine Untersuchung durch den Amtstierarzt. Gemeindemitar­beiter des Lustenauer Bauhofes entsorgten das Tier gemäss amtlichen Anweisungen. Sie beobachteten, dass nach dem Tod des Schwanenweibchens nun das Männchen die Eier ausbrütet.

Gerüchte nicht bestätigt

Die zwei toten Schwäne lösten betroffene Reaktionen aus. In einer Meldung auf Facebook ist sogar die Rede von fünf toten Schwanenweibchen, auch am Bodenseeufer in Hard sollen Schwanenweibchen gestorben sein. Weiter wird vermutet, dass Gift im Spiel sein könnte.

Bei der Tierrettung und den Bauhofmitarbeitern werden diese Gerüchte nicht bestätigt. Der tote Schwan auf Vorarlberger Seite sei in diesem Jahr bisher ein Einzelfall. Zudem sei es kaum vorstellbar, dass gezielt Gift eingesetzt wurde. «Das wäre auffällig», sagt Kurt Spechtenhauser, Bauhof-Mitarbeiter.

Er und seine Arbeitskollegen, wie auch Hundebesitzer, Spaziergänger und ein Jäger sind regelmässig am Alten Rhein unterwegs und wachsam gegenüber Auffälligkeiten. Mirko Calderara, der zuständige Wildhüter im Rheintal, weist die Gerüchte ebenfalls zurück.

Überpopulation ist problematisch

Die Lustenauer Bauhof-Mitarbeiter sind bemüht – unabhängig vom Tod der zwei Schwäne – die Tiere im Auge zu behalten. Sollte es weitere Vorfälle geben, würde eine Untersuchung durch den Amtstierarzt angeordnet. Karl Heinz Hanny von der Tierrettung erinnert daran, dass Schwäne sich selber gegenüber die grössten Feinde seien.

«Taucht ein fremder Schwan im Revier eines Artgenossen auf, wird er attackiert und weggejagt.»

Auch gibt es sehr viele Schwäne, daher ist die Überpopulation zum Teil problematisch und kann ebenfalls zu Streitereien unter den Tieren führen. Dennoch geniesst der schön anzuschauende Schwan bei den Menschen viel Sympathie, gilt er doch als Sinnbild für Anmut, Reinheit und Treue.

Ein Schwanenpaar lebt in Dauerehe und paart sich zwischen März und Mai. Zum Brüten nutzen sie meist ihre Nester aus dem Vorjahr, wo das Weibchen durchschnittlich etwa vier bis acht Eier legt und nach ungefähr 40 Tagen die Jungen schlüpfen.

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