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Top Acts – leider vor wenig Publikum

WIDNAU. Im Jugendtreff Stoffel ging am Samstagabend musikalisch die Post ab. Auf der Bühne wurde gehipt, gehopt, gerappt und improvisiert. Trotz Top Acts war dem Anlass wenig Publikum beschieden.
Cécile Alge
Knackeboul, einer der begnadetsten Schweizer Freestyle-Rapper, am Samstag im «Stoffel» Widnau. (Bild: Cécile Alge)

Knackeboul, einer der begnadetsten Schweizer Freestyle-Rapper, am Samstag im «Stoffel» Widnau. (Bild: Cécile Alge)

WIDNAU. Bei einem solchen musikalischen Aufgebot zum Zehn-Jahr-Jubiläum des Kinderschutzzentrums St. Gallen hätte der Jugendtreff Stoffel eigentlich aus allen Nähten platzen sollen. Denn auf der Bühne stand einer der begnadetsten Schweizer Freestyle-Rapper: Knackeboul. Sein Name ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber seine Musik überzeugt – und zwar nicht nur Jugendliche. Auch der Texte wegen. Zudem ist er bekannt für seine Auftritte, die stets frisch, fröhlich, witzig sind und von grossem Improvisationstalent zeugen. Dass Knackeboul professionell ist, zeigte sich auch am Samstag. Denn das Stoffel-Publikum erschien nur spärlich, bekam aber trotzdem eine tolle, mitreissende Show geboten. Dieses dankte es, indem es mitmachte und die Arme zum Takt der Musik hoch- und niederwippen liess.

Nebst Knackeboul stand am Samstagabend auch der 14-jährige Rapper D.A.R.I.O. (begleitet von DJ E.S.I.K.) auf der Bühne. Ein Ostschweizer Jungtalent, das bereits eine CD herausgegeben und schon viele Live-Auftritte bestritten hat. Trotz seines zarten Alters überzeugte D.A.R.I.O. mit engagierten Texten genauso wie mit Fun-Songs und wirkte erstaunlich bühnenerfahren und selbstsicher. Das in etwa gleichaltrige Publikum zeigte zu Beginn etwas Berührungsängste, folgte dann aber der Aufforderung, vor die Bühne zu kommen und mitzumachen. Pure Improvisationslust bewies dann die Band «Vier im Baum», bestehend aus dem Rheintaler Musiker Carlo Lorenzi und der Formation «Kafi-D» aus St. Gallen. Die sieben Männer hipten, hopten und rappten, dass es eine Freude war.

Das Hip-Hop-Festival im Jugendtreff Stoffel ging aus Anlass des zehnten Geburtstages des Kinderschutzzentrums St. Gallen über die Bühne. Neben den Konzerten am Abend wurden am Nachmittag auch Workshops angeboten, bei denen sich Jugendliche im Beatboxen, Scratchen und Hip-Hop-Drumming üben konnten. Dort war das Interesse laut Organisatorin Claudia Tobler gross, die Workshops waren ausgebucht.

Einer, der einen Platz ergattert hatte, ist Dano Leemann aus Sevelen. «Ich besuchte den Workshop bei DJ E.S.I.K. (Khaled Aissaoui). Dort lernten wir, wie man Schallplatten scratcht. Eine coole Sache. Einer von unserer Gruppe hat es erstaunlich gut gekonnt, viel besser als ich», erzählte der 17-Jährige schmunzelnd.

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