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TISCHTENNIS: Eine Kostprobe vom Meister

Aus Anlass seines 30-jährigen Bestehens bot der Tischtennisclub Oberriet seinen Mitgliedern und Fans einen besonderen Leckerbissen: Weltklassespieler und Seniorenweltmeister Ding Li gab in der Sporthalle Bildstöckli eine Kostprobe seines Könnens.
Gerhard Huber
Die Zelluloidkugel flitzte beim Demoduell zwischen den beiden Profis mit kaum fassbarer Geschwindigkeit über den Tisch. (Bilder: Ulrike Huber)

Die Zelluloidkugel flitzte beim Demoduell zwischen den beiden Profis mit kaum fassbarer Geschwindigkeit über den Tisch. (Bilder: Ulrike Huber)

Gerhard Huber

Der kleine, weisse Zelluloidball flitzte so schnell hin und her, dass die, die ihm mit den Augen folgen wollten, kaum noch nachkamen. Heftige Angriffschläge, hohe und noch höhere Verteidigungsbälle, die aus unmöglichen Lagen zielsicher wieder die Tischfläche erreichten, geschnittene Bälle und abrupte Stopps: Dies alles zeigte Ding Li gemeinsam mit Nick Rütter aus Horn in Oberriet.

Die Zuschauer in der Bildstöcklihalle kamen ob der Fähigkeiten der beiden aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Faszinierende Ballwechsel, technische Leckerbissen

Ding Li ist fünffacher Olympiateilnehmer, mehrfacher Seniorenweltmeister und früher mal die Nummer sieben der Welt. Gemeinsam mit seinem Trainingspartner, dem 18-jährigen Talent Nick Rütter, zeigte er, woraus hochstehendes Tischtennis besteht: Aus faszinierenden Ballwechseln, technischen Feinheiten und vielen eingestreuten Leckerbissen.

Dies alles garnierten der 57-jährige in Rorschach lebende Chinese mit österreichischem Pass und das Talent aus der Ostschweiz zur Aufheiterung des Publikums mit einigen beinahe magisch anmutenden Tricks.

Der aus Shanghai stammende Ding Li kam als junger Mann 1983 nach Europa, wo er zunächst in Italien spielte. Dort gewann er mit seinem damaligen Team auch gleich die Champions League. Später landete Ding Li dann in Österreich, das er fünfmal in Folge an den Olympischen Spielen vertrat. Er war zusammen mit Werner Schlager, der sogar in China zum Star wurde, die treibende Kraft dafür, dass Österreich sich im Tischtennis zu einer Spitzennation mauserte. Und diese Stellung gleich auch lange Zeit hielt. Seit zehn Jahren wohnt der auch heute noch aktive Profi in der Schweiz, vor Kurzem ist er nach Rorschach gezügelt.

Ding Li und Nick Rütter gaben vor ihrem Demospiel Trainingseinheiten für die Oberrieter Tischtennisspieler.

«Die jungen Oberrieter haben ein gutes Niveau»

Jeder der Amateure, die normalerweise in der 4., 5. und 6. Schweizer Liga spielen, durfte etwa 20 Minuten gegen die beiden Profi-Ballzauberer antreten. «Die Oberrieter Spieler, vor allem die Acht- bis Zehnjährigen, haben schon ein sehr gutes Niveau. Ich bin begeistert», streute Ding Li seinen Rheintaler Kollegen Rosen.

«Wir haben alle in diesem Spezialtraining sehr viel gelernt – auch, dass wir noch stark an unserem Material arbeiten müssen», gab Vereinspräsident Rafael Schmid das Lob zurück. Damit war nicht die Bratpfanne ­gemeint, die Ding Li bei seinem Demoauftritt einige Minuten statt des normalen Schlägers zur Gaudi der Zuschauer verwendet hatte.

Ohne Pfanne wird am Sonntag, 19. November, ab 9 Uhr, in der Bildstöcklihalle das grosse TTCO-Jubiläumsturnier für Hobbyspielerinnen und Hobbyspieler ab Jahrgang 2007 stattfinden.

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