Tips für Kampf gegen Zünsler

HEIDEN. Gäste sind in Heiden sehr willkommen; letzte Woche aber hat sich ein ungebetener Gast eingenistet: Der Buchsbaumzünsler. Bei diesem Insekt handelt es sich um einen im Jahr 2007 eingewanderten Nachtfalter. Von Basel her kommend, hat er nun den Weg bis ins Appenzeller Vorderland gefunden.

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HEIDEN. Gäste sind in Heiden sehr willkommen; letzte Woche aber hat sich ein ungebetener Gast eingenistet: Der Buchsbaumzünsler. Bei diesem Insekt handelt es sich um einen im Jahr 2007 eingewanderten Nachtfalter. Von Basel her kommend, hat er nun den Weg bis ins Appenzeller Vorderland gefunden. Im Raupenstadium ernährt sich das Tier ausschliesslich von den Blättern und der noch grünen Rinde der Buchsbäume. Die Raupe ist so gefrässig, dass die Pflanzen innerhalb weniger Wochen absterben. Andere Pflanzenarten werden nicht befallen.

Die Raupen sind gelb bis dunkelgrün, haben eine schwarze Kopfkapsel und weisen in Längsrichtung zwei schwarze, weiss eingerahmte Streifen auf und haben in dem Bereich schwarze Punkte. Auf diesen Punkten wachsen feine weisse Haare. Der ausgewachsene Falter ist klein und recht unscheinbar.

Was die Umweltkommission von Heiden rät: 1. Pflanzen aufmerksam beobachten. 2. Bei schwachem Befall und kleineren Pflanzen können die Raupen regelmässig von Hand «abgelesen» werden. Wichtig ist, dass die Raupen mit der Kehrichtabfuhr entsorgt werden. 3. Die Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist schwierig. Im Gartencenter erhält man meist chemische Produkte, die zwar den Zünsler abtöten, aber auch alle anderen Insekten; insbesondere die Bienen finden den Tod. 4. Zur biologischen Bekämpfung kann das Mittel Delfin verwendet werden. 5. Die Alternative: Die Natur walten lassen. Dann ist damit zu rechnen, dass die Buchsbäume absterben. (gk)