Tierschutzverein behält Taube

Kreuzlingen Die Universität Konstanz möchte ihre Taube wiederhaben. Das könnte dauern. Denn der Schweizer Tierschutz (STS) bleibt auch nach der Stellungnahme der Universität Konstanz bei seinem Urteil: Die Taube wurde gequält.

Merken
Drucken
Teilen

Kreuzlingen Die Universität Konstanz möchte ihre Taube wiederhaben. Das könnte dauern. Denn der Schweizer Tierschutz (STS) bleibt auch nach der Stellungnahme der Universität Konstanz bei seinem Urteil: Die Taube wurde gequält. Das Tier, das Teil eines Experiments der Universität war, wurde Anfang September erschöpft und mit einem Plastikhelm und Sender versehen in Mammern gefunden. Seitdem ist es gemäss Marion Gessner von der Kreuzlinger Sektion des STS in einer Voliere untergebracht: «Die Taube erholt sich.» Sie an die Universität zurückzugeben, komme für den STS nicht in Frage. «Die Taube bleibt, wo sie ist», sagt auch Helen Sandmeier, Mediensprecherin des STS.

Julia Wandt, Medienverantwortliche der Universität Konstanz, wiederum sagt: «Die Taube ist ganz klar Eigentum der Universität Konstanz.» Das Veterinäramt Thurgau habe den STS bereits zur Rückgabe der Taube aufgefordert, sagt Wandt. Das Veterinäramt ist laut Sandmeier aber gar nicht dazu befugt, diese Weisung zu erteilen. «Die Kollegin, die mit der Universität gesprochen hat, ist heute nicht im Haus», sagte der Thurgauer Kantonstierarzt Paul Witzig gestern. Es stehe jedoch fest, dass es sich um eine privatrechtliche Angelegenheit handle. «Das Veterinäramt wird sich nicht in eine Diskussion um Besitzverhältnisse einmischen», sagte Witzig. Was geschieht, wenn der STS die Taube nicht zurückgibt? Dann würden sich die Verantwortlichen beraten müssen, sagt die Mediensprecherin der Universität. (kbr)