Tieferes Tempo für weniger Unfälle

Um das Unfallrisiko zu senken, hat die Kantonspolizei St. Gallen zwischen St. Margrethen und Rheineck eine kurze Tempo-60-Strecke eingerichtet. Sie betrifft die scharfe Kurve um das Restaurant Gallenbrunnen, wo es immer wieder zu Unfällen kam.

Remo Zollinger
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Die scharfe Kurve um das Restaurant Gallenbrunnen ist neu eine 60er-Zone. (Bild: Seraina Hess)

Die scharfe Kurve um das Restaurant Gallenbrunnen ist neu eine 60er-Zone. (Bild: Seraina Hess)

RHEINECK/ST. MARGRETHEN. Die S-Kurve auf der Kantonsstrasse zwischen Rheineck und St. Margrethen ist eine gefährliche Stelle. Immer wieder haben sich dort Unfälle ereignet. Nun hat die Kantonspolizei gehandelt. Ein kurzer Abschnitt darf seit vergangenem Dienstag nur noch mit 60 km/h befahren werden. Die Polizei führte im Herbst Erhebungen durch, um herauszufinden, weshalb die Kurve so gefährlich ist. Mit einem Sensor ermittelte sie die Geschwindigkeit der Fahrzeuge.

Es geht um die Sicherheit

Die Polizei hat herausgefunden: Die effektiv gefahrene Geschwindigkeit lag schon bisher nicht weit über 60 km/h. Ausreisser nach oben gab es aber schon: «Es gibt immer Leute, die die Fähigkeiten ihres Autos komplett ausreizen wollen und darum unvorsichtig fahren», sagt Polizeisprecher Gian Andrea Rezzoli. Deshalb sei entschieden worden, die Maximalgeschwindigkeit in der engen Kurve, in der schon Menschen, Autos und Gebäude zu Schaden kamen, auf 60 km/h zu reduzieren.

«Wir erhoffen uns weniger Unfälle und mehr Sicherheit im Verkehr», sagt Rezzoli. Die Frage, ob ein Radarkasten nicht lukrativ wäre, verneint der Mediensprecher der Kapo: «Es geht uns nur um die Sicherheit; darum, dass es weniger Unfälle gibt. Es wäre falsch, dies aus finanziellen Gründen zu tun.» Kontrollen seien aber trotzdem nicht auszuschliessen und würden je nach Kapazität durchgeführt.

Zweite S-Kurve kein Thema

Zwischen den beiden Unterrheintaler Dörfern besteht neben der Gallenbrunnen-Kurve noch eine weitere Problemzone: Die S-Kurve mit der Abzweigung nach Romenschwanden kurz vor dem Ortseingang St. Margrethens. Auch dort haben sich schon mehrere Unfälle ereignet. «Das kann man nie ganz verhindern. Wir fanden es aber nicht nötig, hier auch einzugreifen», sagt Rezzoli.

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