Thomas Litscher dank starkem Finish auf Platz 14

Im zweiten Weltcup-Rennen vor einer Woche in Nordamerika fuhr der Thaler Thomas Litscher in Windham (USA) trotz einer Erkältung auf den 14. Rang.

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Alles gegeben: Thomas Litscher (l.) steigerte sich während des Rennens. (Bild: Armin Küstenbrück)

Alles gegeben: Thomas Litscher (l.) steigerte sich während des Rennens. (Bild: Armin Küstenbrück)

Mountainbike. Damit kann der U23-Fahrer, der die Weltcuprennen in der Kategorie Elite absolviert, den Nordamerika-Abstecher als Erfolg verbuchen, denn eine Woche zuvor fuhr er in Mt. Saint Anne (Kanada) gar auf den neunten Platz.

Drei Runden schlappe Beine

Auf dem Landweg reiste sein deutsches Team Felt-Ötztal von Kanada direkt in den US-Bundesstaat New York. Das Dorf Windham besteht nur aus etwa 100 Häusern. Bekannt ist es, weil es ein grosses Skigebiet ist. Und obschon die Temperaturen nicht nach Wintersport schrien, erwischte Litscher einen Tag nach der Ankunft eine Erkältung: «Ich fühlte mich in Windham zu keiner Zeit wirklich gut.» Zwar habe er gut trainieren können, «aber vor dem Start fühlte ich mich schlapp.» So stand Litscher an der Startlinie und wusste nicht, was auf ihn zukommt. Der Rundkurs war speziell: Es gab einen sehr langen Anstieg, worauf eine ziemlich technische Abfahrt folgte, die aufgrund des langen Aufstiegs natürlich ebenfalls sehr lang war. Litscher konnte vom Start an gut mithalten, merkte jedoch schnell, dass er nicht ganz ans Limit gehen konnte. Es mangelte ihm an Kraft in den Beinen, weshalb er zwischenzeitlich auf den 27. Rang zurückfiel.

Steigerung nach der Rennhälfte

Ab der vierten von sechs Runden fand Litscher seinen Tritt: «Irgendwie platzte der Knoten in den Beinen und ich fuhr sehr schnelle Rundenzeiten.» Im Anstieg und in der Abfahrt überholte er Fahrer um Fahrer und kämpfte sich bis ins Ziel auf den 14. Rang vor. «Mit dieser Leistung bin ich zufrieden», sagt Litscher, «ich kämpfte und gab das Rennen nicht auf. Ich habe wieder einmal gelernt, dass das Rennen erst an der Ziellinie zu Ende ist.»

Nach der Rückkehr in die Schweiz bleibt Litscher nicht viel Zeit zum Erholen: Bereits am Wochenende findet in Plaffeien FR die Schweizer Meisterschaft statt. (ys)