Theoretischer Verlust

Obwohl die Firmen, an denen die Holding beteiligt ist, positive Geschäftsergebnisse vorlegen, weist die Holding einen Jahresverlust von 3,2 Mio. Franken aus. Das liegt daran, dass die Holding – buchhalterisch ausgedrückt – nicht realisierte Kursverluste hinzunehmen hat.

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Obwohl die Firmen, an denen die Holding beteiligt ist, positive Geschäftsergebnisse vorlegen, weist die Holding einen Jahresverlust von 3,2 Mio. Franken aus. Das liegt daran, dass die Holding – buchhalterisch ausgedrückt – nicht realisierte Kursverluste hinzunehmen hat. Die Holding bewertet jährlich ihre Beteiligungen gemäss einer selbst festgelegten Methode. Geschäftsführer Urs Schwenk bezeichnet diese Methode als «sehr konservativ». Der Wert jeder Beteiligung sei immer so angesetzt, dass mindestens der festgelegte Wert sich bei einem allfälligen Verkauf der Beteiligung sicher erzielen liesse. Wird der Wert einer Firmenbeteiligung tiefer bewertet als im Vorjahr, so verliert die Holding dadurch nicht wirklich Geld. Es ist ein theoretischer Verlust (bzw. ein «nicht realisierter Kursverlust»). Die Holding könnte höchstens dann Geld verlieren, wenn sie ihre Beteiligung verkaufen würde.

Der Holding widerfährt, was auch ein privater Aktionär erlebt, wenn er an einem Unternehmen beteiligt ist. Der Wert des Unternehmens schwankt zwar, aber solange die Aktien nicht verkauft werden und ihr allenfalls gesunkener Wert auch wieder steigen kann, erleidet der Aktionär keinen Verlust. (gb)

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