THAL–LUTZENBERG: Kirchgemeindehaus: neuer Anlauf

Die evangelische Kirchenvorsteherschaft befasst sich seit Jahren mit Sanierungs- und Neubauvarianten für das 50-jährige Kirchgemeindehaus in Thal. Nachdem eine Lösung 2012 gescheitert ist, wird das Geschäft nun neu angepackt.

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Das Gebäude an der Farbmülistrasse ist 50 Jahre alt und in schlechtem Zustand. (Bild: pd)

Das Gebäude an der Farbmülistrasse ist 50 Jahre alt und in schlechtem Zustand. (Bild: pd)

THAL–LUTZENBERG. Das in die Jahre gekommene Gebäude ist teilweise in einem desolaten Zustand, es besteht akuter Handlungsbedarf. Die Kirchenvorsteherschaft hat sich in den letzten Monaten intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und kommt nach verschiedenen Abklärungen, auch mit anderen Korporationen, nach Objektbesichtigungen und Planstudien zum Schluss, dass ein Neubau die sinnvollste Variante darstellt. Auch die Kantonalkirche empfiehlt einen Neubau anstelle einer teuren Sanierung eines Altbaus, der den heutigen Bedürfnissen nicht mehr optimal zu entsprechen vermag.

Bald wird orientiert

Für weitere Abklärungen wurde neu eine Baukommission gebildet, die sich eingehend mit der Angelegenheit befasst. Sie hat zwei bereits vorhandene Studien von Architekturbüros neu begutachtet sowie Projektanpassungen verlangt. Eine der Überarbeitungen hat die Kommission und die Kirchenvorsteherschaft als interessante Variante überzeugt. Am Montag, 22. Februar 2016, um 20 Uhr im Kirchgemeindehaus Thal möchten die Baukommission und die Kirchenvorsteherschaft den Stand der Abklärungen aufzeigen und die Meinungen der Kirchbürger erfahren.

Das 1966/67 erbaute Haus wurde im üblichen Rahmen unterhalten, grössere Investitionen wurden keine getätigt. Schon 2009 kam eine in Auftrag gegebene Kostenschätzung für die Sanierung auf einen Betrag von rund einer Million Franken.

Im Jahr 2010 prüfte eine Arbeitsgruppe Neubaustudien von ausgewählten Büros, worauf an der Kirchbürgerversammlung 2011 jedoch als Alternative auch eine detailliertere Sanierungsvariante verlangt wurde. Im Januar 2012 stellte eine Arbeitsgruppe eine einfache Sanierung (für 1,28 Mio. Franken), eine umfangreichere Sanierung (für 1,61 Mio.) und eine Neubauvariante (für 3,15 Mio.) vor. Ein Rückweisungsantrag an der Versammlung und die Forderung, nach noch weiteren Alternativen zu suchen, verzögerten eine Lösung jedoch erneut.

Nachfolgende Verhandlungen mit Vertretern der katholischen Kirchenverwaltung und der politischen Gemeinde sowie die Prüfung von Umnutzungsmöglichkeiten anderer allenfalls verfügbarer Gebäude brachten aber keine befriedigenden Resultate.

Dringender Handlungsbedarf

Die Vorsteherschaft ist überzeugt, dass jetzt gehandelt werden muss und ein weiterer Aufschub hohe Kosten und keinen Nutzen bringen würde. Sie ist überzeugt, dass ein Neubau auch kostenmässig sinnvoller ist als eine teure Sanierung. Und sie ist sicher, dass ein neuer Begegnungsort wesentliche Impulse für ein aktives, attraktives Leben in der Kirchgemeinde bringen wird. Am Infoabend können Details erfahren und es kann diskutiert werden. (pd)

Orientierung Kirchgemeindehaus am Montag, 22. Februar, 20 Uhr, im Kirchgemeindehaus Thal

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