THAL: Steuerfuss sinkt auf 104 Prozent

Die Bürgerversammlung fand in der paritätischen Kirche statt und war ausserordentlich gut besucht. Vor allem die Steuersätze und die Pflegesituation beschäftigten Bürgerinnen und Bürger.

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Eine Steuersenkung auf 100 Prozent wurde von den Stimmberechtigten mehrheitlich abgelehnt. (Bild: pd)

Eine Steuersenkung auf 100 Prozent wurde von den Stimmberechtigten mehrheitlich abgelehnt. (Bild: pd)

Die Bürgerversammlung vom 26. März verzeichnete einen Aufmarsch an Stimmberechtigten, wie es ihn in den vergangenen Jahren lange nicht mehr gegeben hat. Gemeindepräsident Robert Raths konnte in der Kirche Thal 243 Bürgerinnen und Bürger begrüssen, was immerhin 5,9 Prozent der Stimmberechtigten in der Gemeinde entspricht.

Diskussionen um den Steuerfuss

Die Jahresrechnungen 2017 wurden diskussionslos mit zwei Gegenstimmen genehmigt. Mehr zu reden gab erwartungsgemäss der Steuerfuss. Nach einer en- gagiert geführten Diskussion stimmten die Anwesenden mit 151 Stimmen für den Antrag des Gemeinderates, der eine Senkung des Steuerfusses auf 104 Prozent vorsieht. Der Antrag der Geschäftsprüfungskommission auf Senkung des Steuerfusses auf 100 Prozent erzielte hingegen nurmehr 60 Stimmen. Ohne Chance blieb der Antrag von Max Tanner, Thal, der eine Senkung der Grundsteuer um 0,1 Promille beantragte.

Volksmotion «neues Pflegeheim» abgelehnt

Die Stimmberechtigten bestätigten überdies die Antwort des Gemeinderates zur Volksmotion «Überprüfung Pflegeheim».

Aufgrund des Umstands, dass in der Gemeinde Thal genügend Pflegebetten bestehen, sei die Realisierung eines Pflegeheimes in der äusseren Rhode, wie in der Motion gewünscht, kein Thema, das weiter verfolgt werden müsse.

Der Gemeinderat unterstützt jedoch die Initiative, in der äusseren Rhode ein Wohnangebot mit ambulanter Pflege zu realisieren. Nach der Versammlung waren alle Anwesenden zu einem Apéro ins katholische Pfarreiheim eingeladen. (gk)