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THAL: Hammerschmied und Künstler

Bruno Geeler führte die Hammerschmiede in dritter Generation. Das Ortsmuseum Thal ehrt Geeler, der sich neben der Arbeit als Schmied auch als Maler betätigte, mit einer Ausstellung.
Die Herstellung eines Glockenklöppels erfordert höchste Präzision. (Bild: pd)

Die Herstellung eines Glockenklöppels erfordert höchste Präzision. (Bild: pd)

Aus der Hammerschmiede Gee­ler kamen nebst Glockenklöppeln, Werkzeugen, Maschinenbaurohlingen und Bootsankern in allen Grössen auch Gegenstände für Künstler, Eisengeländer bis hin zu Parktoren und kunsthandwerklichen Objekten für den Gartenbereich.

Auftraggeber waren Industrieunternehmen, Gewerbetreibende, die SBB und Privatper­sonen. Erstaunlich, wie Bruno Geeler in dritter Generation, über 46 Jahre in seiner Werkstatt – ein Einmannbetrieb – arbeitete und es verstand, über 300 kg schwere Eisenstücke zur Esse und wieder auf den Amboss zu bringen.

Hohe Präzision ist erforderlich

Während der Bearbeitung konnte er mit einem Flaschenzug und zusätzlicher Körperarbeit das Formstück in der richtigen Lage halten. Die Herstellung eines Glockenklöppels aus bestem Stahl ist Präzisionsarbeit. Das setzt genaueste Berechnungen, gutes Auge sowie grosses handwerkliches Können voraus. Nur dann kann aus einem einfachen runden Eisenrohling ein eleganter, fein schwingender Klöppel entstehen. Damit ein Klöppel funktioniert, muss er gewichtsmässig auf die Glocke abgestimmt sein. Die richtige Wahl eines Klöppels ist also entscheidend für den Klang und die Haltbarkeit einer Kirchenglocke. Bruno Geeler, dessen grosse Hände über 380 kg schwere Glockenklöppel bearbeiteten, können auch anderes.

Malen als Ausgleich

Mit feinsten Pinseln malte er zum Ausgleich seiner schweren Arbeit vorwiegend Blumenbilder: Rosen, Hortensien, Gladiolen, aber auch Landschaften mit Tieren und Menschen. Bestimmt hat ihm sein künstlerisches Auge für Proportionen geholfen, Glockenklöppel in absoluter Präzision zu schmieden.

Die Vernissage der Ausstellung «Bruno Geeler – Hammerschmied und Künstler» findet am Freitag, 1. September, ab 19 Uhr beim Gasthaus Ochsen statt. Nach der Laudatio, umrahmt vom Musikverein Lutzenberg, wird die Ausstellung um 20 Uhr im «Ochsen»-Saal eröffnet. Der Film auf der Grossleinwand «Wenn der Klang durchs Feuer geht» zeigt die Arbeit von Bruno Geeler in der Thaler Hammerschmiede. (pd)

Öffnungszeiten Ortsmuseum : Samstag und Sonntag, 2. und 3. September, sowie Samstag, 9. September, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Sowie jedes zweite Wochenende im Monat. Gruppenbesuche sind jederzeit möglich. Reservierung: Telefon 071 880 01 44, www.ortsmuseum-thal.ch

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