Thal bebt an der «Räbällion»

Ein krachender Böller setzte den Umzug und das Guggen-Open-Air der Räbä-Forzer in Gang.

Hildegard Bickel
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Die Mäschgerli des Kindermaskenballs strömten nach dem Zvieri mit ihren Eltern in bunten Verkleidungen aus dem Pfarreiheim und warteten gespannt auf den Umzug der Guggen. Die Röräheizer Rorschach machten mit einem Platzkonzert den Auftakt und liessen einen ungewohnten Moment der Stille folgen, als um 16.15 Uhr ein Böller die Menge kurz zusammenzucken liess. Die «Räbällion» war eröffnet, und die Guggen machten Stimmung auf ihrem Weg zum Kirchplatz mitten im Dorf. Die Zuschauer am Strassenrand liessen sich zum Tanzen mitreissen und die Kinder lieferten sich Konfettischlachten.

«Die Räbällion soll ein Anlass für Jung und Alt sein», sagt Sven Züst, Spielleiter der organisierenden Räbä-Forzer Thal. Das Open Air mit zehn Guggen, das am Nachmittag beginnt und bis in den Abend hinein dauert, spricht sich herum. Bei der sechsten Ausgabe war der Kirchplatz voll mit gut gelauntem Publikum. Feuerschalen und Glühweinstand strahlten eine gemütliche Atmosphäre aus und mittendrin frönten die Guggen vor der Kulisse der Kirche und der malerischen Häuserzeile den fasnächtlichen Tönen.

Nebst den einheimischen Nuklear-Sprängern kamen auch die Wolfs-Hüüler aus Wolfhalden, die Adlerbrüeter Mörsch­wil, Wirus St.Gallen, die Ziegelhöttler Herisau, die Dorfchübler Goldach, die Guggähüpfer aus dem Toggenburg und von Vorarlberger Seite traten die Hardar Schlösslefeager auf. Bisher feierten die Thaler immer bei trockenem Wetter, was dazu beigetragen haben dürfte, dass die Fasnacht samt Kindermaskenball des Familientreffs in den letzten Jahren stetig gewachsen ist. Nächstes Jahr soll die «Räbällion» nochmals eine Nummer grösser werden. Die Räbä-Forzer feiern 2021 ihr 30-Jahr-Jubiläum und planen die Party auf dem Platz bei der Sefar.

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