THAL: Armon Orliks dritter Streich

Vor 2700 Zuschauern gewann der Bündner zum dritten Mal in Folge das Rheintal-Oberländische Schwingfest. Seinem härtesten Widersacher Samuel Giger wurde ein Gestellter gegen Michael Bless zum Verhängnis.

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Armon Orlik (links) und Samuel Giger waren die stärksten Schwinger in Thal. (Bild: Yves Solenthaler)

Armon Orlik (links) und Samuel Giger waren die stärksten Schwinger in Thal. (Bild: Yves Solenthaler)

Wie schon 2005 brachte die Männerriege Thal das Schwingfest mit OK-Präsident Xaver Martin gut über die Bühne. Auch das Wetter spielte mit: nach Niederschlägen am Samstag und Sonntag beschien am Wettkampftag Montag gar vereinzelt die Sonne die Engelwiese in Thal.

Wie Engel führten sich die Schwinger zu ihrem Saisonauftakt aber nicht auf – sie liessen nämlich die Muskeln spielen. Umso mehr, als die Besetzung für ein Teilverbandsschwingfest hervorragend war. Zwar fehlte Daniel Bösch, aber sonst erweckte das Teilnehmerfeld den Eindruck von Ostschweizer Meisterschaften.

Topfavoriten mussten früh gegeneinander kämpfen

Von Anfang an waren Samuel Giger und Armon Orlik – die Youngsters des Nordostschweizer Verbands – die meistgenannten Siegkandidaten. Giger startete mit zwei blanken Zehnern gegen Martin Hersche und Martin Roth, Orlik blieb gegen Raphael Zwyssig und Michael Bless ebenfalls unangetastet.

Im dritten Gang wurden die beiden Favoriten vom Einteilungsgericht bereits gegeneinander gestellt. Sie trennten sich unentschieden nach einem Kampf, in dem Giger der Angriffigere war. Nach der Mittagpause gab sich Orlik gegen Urs Schäppi und Mario Schneider keine Blösse. Giger reüssierte gegen Matthias Schläpfer aus Wolfhalden. Aber ein weiterer Appenzeller, der Gaiser Michael Bless, vereitelte mit einem Gestellten seinen Einzug in den Schlussgang.

Noch ein Appenzeller – Martin Hersche – konnte sich Chancen auf den Schlussgang ausrechnen. Aber auch er wurde vom Flawiler Michael Rhyner mit einem Gestellten gestoppt.

Statt Giger stand ein anderer Thurgauer im Schlussgang

So kam Gigers Thurgauer Verbandskollege Domenic Schneider zum Finalticket. Er hatte zu Beginn gegen Bless verloren, danach aber vier Siege in Folge gefeiert.

Von Orlik wurde Schneider aber nach 5:25 Minuten nach einem Konter ins Sägemehl gedrückt.

Bei den Rheintal-Oberländern fehlten Teamleader Ruedi Eugster und die Bernold-Brüder Edi Christian. Als bester des gastgebenden Verbands erreichte der Oberrieter Janosch Kobler den neunten Rang. Der erst knapp 18-Jährige gewann drei Kämpfe und musste sich nur einmal das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. (eb, ys)