350'000 Franken für Sanierung von Tennisplätzen: Gemeinde Widnau leistet zinsloses Darlehen

Der Tennisclub Widnau möchte zwei neue Allwetterplätze bauen.

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Der Tennisplatz Nr.3 soll als «Zwischennutzung» einem Platz weichen, der allen Sportlern der Aegeten-Anlage offensteht.

Der Tennisplatz Nr.3 soll als «Zwischennutzung» einem Platz weichen, der allen Sportlern der Aegeten-Anlage offensteht.

Bild: PD

(gk) Der Tennisclub Widnau (TCW) besitzt das Baurecht der Gemeinde Widnau für ein Clubhaus sowie fünf Tennis-Aussenplätze hinter dem Sportzentrum Aegeten. Die in den 1980er-Jahren erstellten Tennisplätze sind sanierungsbedürftig.

Der Gemeinderat hat dem TCW vorgeschlagen, den Platz Nr. 3 zu verlegen, damit in Zukunft ab der Sporthallenstrasse eine Zufahrt zur Eishalle und zu den Tennisanlagen möglich ist. Im Gegenzug erhielte der TCW die Möglichkeit, hinter dem Clubhaus zwei neue Allwetter-Tennisplätze zu bauen. Der verlegte Tennisplatz könnte in einer «Zwischennutzung» als polysportiver Platz ausgestaltet werden.

Weiterentwicklung des Sportzentrums

Die Sicherung einer Zufahrtsmöglichkeit ab der Sporthallenstrasse sei eine entscheidende Option für die künftige Weiterentwicklung des Sportzentrums, schreibt der Gemeinderat Widnau, denn somit sei die durchgehende Zufahrt zwischen Schwimmbad/Sporthalle zur Eishalle bzw. zu den Tennisanlagen nicht mehr die einzige Erschliessungslösung. Bei einer allfälligen Änderung des Zutritts zum Schwimmbad und zum Sportzentrum wäre es so möglich, die heute durchgängige Zufahrt aufzuheben und die Tennisanlagen und allenfalls die Eishalle ab der Sporthallenstrasse rückwärtig zu erschliessen.

Bauherr für die Sanierung und die Verlegung der Tennisplätze ist der Tennis-Club Widnau. Der Verein hat dem Projekt an seiner letzten Hauptversammlung zugestimmt. Die politische Gemeinde leistet an die Verlegungskosten ein zinsloses Darlehen in der Höhe von 350000 Franken, rückzahlbar innert 20 Jahren. Zusätzlich wird ein jährlicher Betriebsbeitrag von 15000 Franken über 10 Jahre gewährt.

Strompreise werden um bis zu 20 Prozent gesenkt

Der Stromeinkauf der Elektrizitätsversorgung Widnau (EVW) wird 2021 bei den St.Galler Stadtwerken erfolgen. Der Einkaufspreis liegt durchschnittlich 2,03 Rappen pro kWh tiefer als im Vorjahr. Dafür steigt die Entschädigung für die Netznutzung um 0,08 Rp. pro kWh. Unverändert bleiben die Abgaben an Swissgrid (0,16 Rappen pro kWh) sowie die vom Bundesrat bestimmte «kostendeckende Einspeisevergütung KEV» (2,2 Rappen pro kWh) und der Beitrag an den Gewässerschutz (0,1 Rappen pro kWh). Die EV Widnau kann den Strompreis in allen Tarifgruppen ausser im Doppeltarif Niedertarif zwischen 6 und 20 Prozent senken.

Ab 1.Januar wird der Gewerbetarif in zwei Tarifkategorien aufgeteilt: Für Kunden mit einem Verbrauch von über 100000 kWh gilt neu der «Industrietarif Niederspannung».

Standardstrom-Mix wird ökologisch aufgewertet

Mit dem Zukauf von Herkunftsnachweisen oder Zertifikaten werde der Standardstrom-Mix ökologisch aufgewertet. Die Kunden der EV Widnau werden auch 2021 ausschliesslich mit Strom aus Schweizer Wasserkraftwerken und mit Solarstrom «made in Widnau» beliefert.

Die Strom-Tarife 2021 der EV Widnau und aller Elektrizitätsversorger der Schweiz sind seit Anfang September im Internet aufgeschaltet (www.elcom.admin.ch). Für die Ablesung der Strom- und Wasserzähler ist vorzumerken: Das Online-Erfassungsportal der EV Widnau wird wie gewohnt am 15. Oktober auf www.widnau.ch aufgeschaltet.

Energie-Spartipp

Heizung optimieren: Gerade Eigentümer von Altbauten können mit einfachen Massnahmen den Betrieb der Heizung optimieren und damit den Energieverbrauch markant senken. Kontrollcheck im Heizraum: Schaltet die Heizung saisongerecht ein und aus? Stimmen Zeitschaltuhr, Heizkurve und Wassertemperatur? Läuft die Umwälzpumpe einwandfrei? Sind die Heizleitungen in kalten Räumen wärmegedämmt? Einfache Korrekturen können mit Hilfe der Betriebsanleitung selber vorgenommen werden, ansonsten hilft eine Fachperson weiter. Kontrollcheck im Wohnbereich: Werden die Heizkörper gleichmässig warm? Sind die Thermostatventile angebracht und richtig eingestellt? Kann die Raumluft frei um den Heizkörper zirkulieren? Für eine Radiatoren- wie für eine Fussbodenheizung gilt: Mit einer gut funktionierenden und einregulierten Anlage reduziert man den Energiebedarf auf ein Minimum – ohne Komforteinbussen.