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Tempo 30 auf Hauptstrasse

Die Marbacher Bevölkerung setzt Zeichen in der Verkehrssicherheit. Der Gemeinderat zieht mit und will Pilotgemeinde werden. Eine Idee, die in der Umsetzung nicht einfach wird.
Andrea Kobler
Der Besucheraufmarsch an der gestrigen Infoveranstaltung zeigte, dass das Interesse an der Verkehrssicherheit ungebrochen ist. (Bild: Andrea Kobler)

Der Besucheraufmarsch an der gestrigen Infoveranstaltung zeigte, dass das Interesse an der Verkehrssicherheit ungebrochen ist. (Bild: Andrea Kobler)

MARBACH. Rund 200 Personen folgten der Einladung von Gemeinde und Primarschule zum gestrigen Informationsabend zur Verkehrssicherheit mit Robert Furrer (VCS), Ulrich Bärtsch (Kantonspolizei), Luigi Rossi (TCS) und Urs Dahinden (kantonales Tiefbauamt). Es wurde informiert, diskutiert, angeregt und schliesslich auch ernüchternd festgestellt, dass es kein Patentrezept zur Verkehrssicherheit gibt.

Schüler mit Leuchtreflektoren

Die Petition mit Unterschriften von über 200 Bürgerinnen und Bürgern von Anfang Jahr hat wachgerüttelt: Innerhalb der nächsten zwei Wochen wird man die Signalpfosten beim Haupt-Fussgängerstreifen beim Dorfplatz gelb-schwarz einpacken, den Fussgängerstreifen neu malen und die Beleuchtung überprüfen. Die Gemeinde wird eine Arbeitsgruppe bilden, in der die Verkehrsthematik weiter bearbeitet wird. Die Schulgemeinde hat entschieden, dass alle Primarschüler ab kommendem Schuljahr gelbe Westen tragen und bereits in Kürze mit einem Leuchtreflektor, gespendet von Gemeinde und Zürich Versicherungen, ausgestattet werden. Diesen durfte auch die Besucherinnen und Besucher des gestrigen Informationsabends mit nach Hause nehmen – neben vielen Eindrücken.

Die Gemeinde gibt für das 16. Strassenbauprogramm 2014–18 die Prüfung und Einführung von Tempo 30 ab der Liegenschaft Staatsstrasse 15 (Hanselmann AG) bis zur Einmündung der Flurstrasse ein. Darüber hinaus wird die Prüfung der Verlegung der Bushaltestelle Dorf in Richtung Heerbrugg, die Sanierung der Kreuzung Dorfplatz unter Einbezug der Rietstrasse und der Untergasse sowie die Überprüfung aller übrigen Fussgängerstreifen beantragt. An der Bergseite der Staatsstrasse soll es ein Trottoir geben.

Die Eingabe machte Marbach im Rahmen des sogenannten Agglo-Projektes zusammen mit Au, Balgach, Rebstein und Altstätten, das eine umfassende Betrachtung des Verkehrs zwischen diesen Gemeinden fordert.

«Es macht nur Sekunden aus»

«So schmal wie in Marbach ist die Kantonsstrasse zwischen Heerbrugg und Altstätten sonst nirgends. Tempo 30 über rund 400 Meter würde auf dieser Strecke nur eine Zeiteinbusse von wenigen Sekunden ergeben», führte Gemeindepräsident René Zünd aus. Und etwas später, als das Plenum erwähnte, dass Marbach wohl kaum als erste Gemeinde der Schweiz Tempo 30 auf einer Kantonsstrasse durchsetzen könne: «Wir wollen Pilotgemeinde werden.»

Eines spürten die Anwesenden deutlich: Die Verkehrssicherheit ist ein Anliegen. Es wurden konstruktive Ideen eingebracht, und es wurde rege und sachlich diskutiert, ohne emotional auszuarten.

Ernüchternd hoffen

Zu spüren waren die Emotionen aber allemal. «Das ist unser einziger Strohhalm», sagte Schulleiterin Sandra Hengartner zur Westenaktion: «Wir arbeiten in der Verkehrsschulung eng mit der Polizei zusammen. Ab nächstem Schuljahr rüsten wir die Kinder mit Westen aus. Viel mehr können wir nicht tun. Leider ist es schwierig, mehr zu erreichen, wie wir heute spürten.» Daniela Estermann, eine der Initiantinnen der Petition, freute sich ob dem grossen Interesse der Bevölkerung an der Verkehrssicherheit und betonte: «Mir ist wichtig, dass es wenigstens einen sicheren Übergang für die Fussgänger gibt.»

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