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Tempi passati

Garten
Bert Stankowski
Schön und vergänglich, ein Trauben-Kirschenblatt im ersten Schnee. (Bild: Bert Stankowski)

Schön und vergänglich, ein Trauben-Kirschenblatt im ersten Schnee. (Bild: Bert Stankowski)

Schon wieder ist es Zeit, zu­rückzublicken auf ein Gartenjahr mit vielen Höhen und Tiefen. Der Frühlingsanfang ist mir noch als wunderschön mild und sonnig in Erinnerung. Viele Pflanzen hatten mit bis zu zwei Wochen Vorsprung ausgetrieben und geblüht. Wir schrieben schon den 16. April, es war Ostern und nichts konnte mehr schiefgehen, der Frühling war da! Dann die Schreckensnachricht, die so gar niemand glauben wollte: «In der Nacht auf Mittwoch soll es nochmals richtig kalt werden.» Vor allem im westlichen Mittelland sanken die Temperaturen selbst in den tiefen Lagen unter null Grad. Die grösste Kälte wurde am frühen Freitagmorgen gemessen. Aus mit dem ganzen «Bluescht» der Obstbäume, den Rebenknospen und den Jungtrieben der Kartoffeln. Alles einpacken, heizen und besprühen half nichts. Bang erwarteten Gärtner, Winzer und Bauern den Neuaustrieb. Er kam wohl, aber die Ernte war zum grössten Teil futsch!

Darauf folgte ein herrlicher Sommer: Nach dem drittwärms­ten Frühling kam nun auch der drittwärmste Sommer seit Messbeginn im Jahr 1864. Nur der Sommer 2015 und der Hitzes­ommer 2003 waren bis jetzt heisser. Seit den 80er-Jahren wurden die Sommer im Zehn-Jahres-Durchschnitt spürbar wärmer. Wie viel das mit der globalen Erderwärmung zu tun hat, darüber streiten sich die Experten. Sicher ist: das Klima schlägt Purzelbäume. Und sicher nicht vor Freude.

Können Sie sich erinnern, wann letztes Mal die Bäume und Sträucher bunter, goldener und feuriger waren als dieses Jahr? Dank des warmen Wetters und des trockenen Herbstes färbten die Blätter besonders schön aus. Ausserdem hatte ich den Eindruck, korrigieren Sie mich, wenn es nicht stimmt, die Blätter hielten sich viel länger als sonst an den Bäumen. Wie ich oben schon schrieb, auf und nieder – ein Wechselbad der Gefühle. Alles in allem war es doch ein herrliches Gartenjahr, da eine Woge die andere glättete. Glücklicherweise vergessen wir Menschen sehr gerne und schnell. Oder wissen Sie noch, wann der Jahrhundertsturm Lothar war?

An einem der Weihnachts­tage, dem 26. Dezember im Jahr 1999. Was, schon 17 Jahre her?

Ich wünsche Ihnen jedenfalls ein unvergessliches Neujahrsfest! Und natürlich ein erfolgreiches Gartenjahr 2018!

Bert Stankowski

Weisslingen

www.hostako.npage.eu

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