Teamgeist ist der Trumpf des SCR

Der SC Rheintal spielt morgen Samstag um 20 Uhr auswärts gegen Kreuzlingen-Konstanz. Kreuzlingen kassierte zwar drei Niederlagen in Folge, schlug aber auch schon stärkere Teams.

Martin Köppel
Drucken
Teilen
Die Stärke des SCR ist der gute Teamgeist. Das zeigt sich auch daran, dass viele Spieler Tore schiessen können. (Bild: Hanspeter Köppel)

Die Stärke des SCR ist der gute Teamgeist. Das zeigt sich auch daran, dass viele Spieler Tore schiessen können. (Bild: Hanspeter Köppel)

Eishockey. Kaum zu glauben, da steht eine schmucke Eishalle in Kreuzlingen und das Heimteam Kreuzlingen-Konstanz muss auf einer Aussen-Eisbahn spielen, die kaum Platz für Zuschauer hat. Was das Konstanz im Namen zu suchen hat, ist sowieso fraglich, da in der 2. Liga keine Ausländer eingesetzt werden dürfen, wenn die Playoffs im Visier sind.

Wundertüte Kreuzlingen

Dieses Team ist eine Wundertüte geworden.

Schlugen sie zu Beginn noch Chur, zwar knapp mit 3:2, so verloren sie dann gegen den EVDN hoch mit 6:12. Auch gegen Wil mussten sie sogar ins Penaltyschiessen und verloren dieses noch. Es scheint ein Torhüterproblem zu geben, denn 48 Gegentore stehen 43 Erfolgserlebnissen gegenüber. Das bedeutet beinahe fünf Gegentore pro Spiel, ihre Torhüter Bachmann oder Mesinovic sind beide dafür verantwortlich, da sie sich im Tor abwechseln.

Da hat Simon Ade im Rheintaler Goal schon einige Gegentore weniger zu verantworten, und seit zwei Heimspielen – wo er nur einen Gegentreffer zuliess – wartet er auf den ersten Shutout. Und in der SCR-Offensive sind es sechs Treffer im Schnitt, und beinahe jeder Spieler kann Tore schiessen, und damit ist der Teamgeist der Trumpf des SC Rheintal.

Drei Niederlagen in Folge

Tenor nach drei Niederlagen des Bodensee-Teams: Nach der 6:12-Niederlage in Dielsdorf wurde eine Reaktion von der Mannschaft erwartet. Nach einem guten Training am Montag war Trainer Dalla Vecchia auch sehr optimistisch, dass seine Jungs eine Schippe nachlegen können. Doch schnell wurde klar, dass St. Moritz die drei Punkte aus Kreuzlingen entführen will, und es gewann deutlich mit 4:1 dank einem cleveren Powerplay mit dem NLA-erfahrenen Gian Marco Crameri als «Blue Liner».

Auch in Grüsch wurden am letzten Wochenende keine Punkte geholt: 5:1 gewann Prättigau. Die dritte Niederlage in Folge bereitet dem Team vom Bodensee Kopfzerbrechen. «Jetzt ist es wichtig, den Teamgeist und die Lust am Eishockey zu pflegen, damit man gestärkt und siegeswillig das nächste Spiel in Angriff nehmen kann», sagt Coach Gianni Dalla Vecchia, der nicht in erster Linie ein Saisonziel verfolgt. «Ich spekuliere nicht auf Plätze. Ich möchte einfach jedes Spiel gewinnen.

Und wenn wir mal verlieren, möchte ich, dass jeder in den Spiegel schauen und sagen kann: Ich hab das Beste gegeben, ich hab alles gegeben. Das zählt für alle: Trainer, Mannschaft und auch für die Leute im Background.» Wenn der Gegner besser gewesen sei, müsse man das eben akzeptieren. «Für mich ist aber klar, ich will immer gewinnen.»

11. Qualifikationsrunde, 2. Liga Gr. 2, Sams- tag 27. November: EIE – Wil um 17 Uhr, EVDN – St. Moritz um 17.45 Uhr, Lenzer- heide – Engiadina um 20 Uhr, Wallisellen – Prättigau um 20 Uhr, Kreuzlingen – Rheintal um 20 Uhr, Sonntag 28. November: SISEC – St. Moritz um 16.45 Uhr, Bassersdorf - Chur um 20.15 Uhr.

Aktuelle Nachrichten