Tanz und Handwerk vereint

RHEINECK. Stein und Tanz, Form und Bewegung im Dialog: Der Kulturverein Rheineck (KIR) lädt ein zu einem Gespräch mit dem Rheinecker Bildhauer Erwin Müller und dem aus Spanien stammenden Tänzer und Performer Fernando Soberon. Das aussergewöhnliche Projekt findet am Samstag, 5.

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RHEINECK. Stein und Tanz, Form und Bewegung im Dialog: Der Kulturverein Rheineck (KIR) lädt ein zu einem Gespräch mit dem Rheinecker Bildhauer Erwin Müller und dem aus Spanien stammenden Tänzer und Performer Fernando Soberon. Das aussergewöhnliche Projekt findet am Samstag, 5. September, 19 Uhr, in der Orangerie im Löwenhof statt. Es gibt einen Apéro und Paella. Eine Kollekte zur Deckung der Unkosten wird erhoben.

Spezielle Geräuschkulisse

Während Erwin Müller eine grosse Steinplatte bearbeitet, wird sich Fernando Soberon mit tänzerischem Ausdruck langsam verwandeln: von Sediment zu Stein, denn die Steinplatte besteht aus Rorschacher Sandstein mit darin enthaltenen Meeresablagerungen, also Sedimentschichten aus der Urzeit. Die Arbeit am Stein mit Meissel, Fräse und Kompressor lässt neben der Formgebung eine faszinierende Geräuschkulisse entstehen.

Philosophisch und poetisch

An anderer Stelle bewegt sich ein menschlicher Körper in Zeitlupengeschwindigkeit einen imaginären Berg hinunter. Am Anfang ein Sedimentpartikel, verwandelt sich der Tänzer allmählich in einen riesigen Gesteinsbrocken. Zu Stein geworden, als Arbeitsstück des Bildhauers, schliesst sich am Ende der Kreislauf. Die Künstler werden ihr Publikum in eine befremdliche Welt entführen. Philosophisch und poetisch zugleich wird den Zuschauenden eröffnet, wie sich das in Stein Gemeisselte bewegt und wie Bewegung zu Stein wird. (pd)