Tankstelle, Wohnungen und Hotel

ST. MARGRETHEN. Das Wohn-/Gewerbehaus Baumgarten in St. Margrethen kann, wenn alles rund läuft, 2015/2016 realisiert werden. Die Plangrundlagen liegen im ersten Quartal auf. Anschliessend beginnt das Baubewilligungsverfahren.

Susi Miara
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Auf dem Areal Baumgarten (links im Bild) sollen ein fünfgeschossiger Wohn- und Gewerbebau und eine Tankstelle gebaut werden. (Bild: René Schneider)

Auf dem Areal Baumgarten (links im Bild) sollen ein fünfgeschossiger Wohn- und Gewerbebau und eine Tankstelle gebaut werden. (Bild: René Schneider)

Das Grundstück Baumgarten hat der Landverband St. Gallen bereits vor mehr als zehn Jahren erworben. Am Anfang stand die Absicht, auf dem Areal eine Agrola-Tankstelle zu bauen. Die Tankstelle entsprach jedoch nicht den Vorstellungen des Gemeinderats. Die Gemeinde plante, das Gebiet in eine Zone mit verkehrsarmer Nutzung umzuwandeln und war der Meinung, dort gehöre keine Tankstelle hin. Das Areal sei von sehr hohem Interesse bezüglich der Adressbildung für die Bauentwicklung im Gebiet Ottersbach, aber auch für das Image der Gemeinde, liegt es doch am definitiven Siedlungsrand von St. Margrethen und somit an einer sehr exponierten Lage. Doch das Baudepartement stützte den Rekurs der Agrola gegen den Teilzonenplan, der eine verkehrsarme Nutzung vorgesehen und eine Tankstelle verunmöglicht hätte. Gegen diesen Entscheid reichte dann die Gemeinde Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein, liess sie dann aber fallen und setzte sich mit den Agrola-Vertretern an den Tisch.

Tankstelle akzeptiert

Der Gemeinderat akzeptierte schliesslich die Tankstelle, hielt aber an den Bedingungen fest, die im Überbauungsplan für das Baumgarten-Gebiet festgeschrieben wurden. So forderte er, dass mit dem zur Verfügung stehenden Boden haushälterisch umgegangen wird und deshalb auf eine einfache Tankstelle verzichtet werde. Zusammen wurde schliesslich ein Projekt erarbeitet, das allen Anforderungen gerecht wird. Der Gemeinderat verabschiedete den Teilzonenplan, den Teilstrassenplan und den Überbauungsplan zuhanden der kantonalen Vorprüfung, die inzwischen abgeschlossen ist. «Bevor die Plangrundlagen aufgelegt werden können, müssen noch im Erschliessungsbereich kleinere Optimierungen geprüft werden», sagt Gemeindepräsident Reto Friedauer auf Anfrage. Er rechnet mit der Auflage noch im Laufe des ersten Quartals. Sollte dann die Auflage und das Baubewilligungsverfahren ohne Einsprachen durchlaufen, könnte noch dieses Jahr mit dem Bau begonnen werden.

Wohn- und Gewerbebau

Das Planungsgebiet wird über eine neue Erschliessungsstrasse ab dem Kreisel Haupt-/Neudorfstrasse erschlossen. Die neue Erschliessungsstrasse dient nach Möglichkeit auch der zukünftigen Erschliessung des westlich liegenden Entwicklungsgebietes. Das Vorprojekt sieht einen fünfgeschossigen Wohn- und Gewerbebau mit Attikageschoss und 28 Wohneinheiten, Gewerbeflächen und einer Tankstelle mit Shop (sechs Betankungsstellen) vor. Im dritten Obergeschoss ist eine Hotelnutzung mit 14 Hotelzimmern geplant. Als Alternative sind auch vier Wohnungen denkbar. Die Baukörper richten sich zum einen zur Strasse und zum anderen zum Erholungsraum. Die Wohnungen orientieren sich mehrheitlich nach Süden. Reto Friedauer ist überzeugt: «Durch seine Lage und Dimension setzt der Baukörper einen städtebaulichen Akzent am Ortseingang von St. Margrethen.»

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