Talfahrt an den Bodensee

Traumhafte Bedingungen genoss der Pontonier-Fahrverein Oberriet an seiner traditionellen Talfahrt. Statt wie in den letzten Jahren von Oberriet nach Chur, ging die Reise nach Rorschach.

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Oberrieter Pontoniere: Mit reiner Muskelkraft auf dem Rhein in Richtung Bodensee. (Bild: pd)

Oberrieter Pontoniere: Mit reiner Muskelkraft auf dem Rhein in Richtung Bodensee. (Bild: pd)

PONTONIERSPORT. Auch das Datum war neu – im Juli, früher fand die Talfahrt jeweils am Pfingstsamstag statt. Und an diesem Termin war das Wetter den Pontonieren wohlgesinnt: Sie spürten Nässe lediglich unter den Booten sowie diejenige, die die Kehlen runter floss.

Österreichisches Gewässer

Schon organisatorisch bringt eine solche Talfahrt einiges mit sich. Pontoniere fahren mit Booten, die auf das Militär eingelöst sind. Der Rhein führt aber über österreichisches Gebiet auf den internationalen Bodensee. So waren Genehmigungen aus den Nachbarländern gefragt. Weiter musste der Transport der Boote und auch der Leute vom Bodensee zurück nach Oberriet organisiert werden. Der Fahrchef Sandro Gschwend hatte alles souverän in die Wege geleitet.

16 Mitglieder versammelten sich beim Depot. Nach eineinhalbstündigem Einrichten stachen sie um 10 Uhr in den Rhein. Auf dem Rhein darf nicht mit Motor gefahren werden, demnach führte die Reise mit reiner Muskelkraft Richtung Bodensee. Dank des hohen Wasserstands war das Stacheln aber etwas weniger anstrengend. Um 12.30 Uhr erreichten die Pontoniere bei Fussach den See. Ab hier ging die Reise mit Motoren weiter nach Altenrhein, wo im Restaurant Jägerhaus das Mittagessen eingenommen wurde.

Gestärkt reisten die Pontoniere weiter nach Rorschach, und zwar in den Hafen. Dort wurden die Boote neben Kursschiffen und den Tretbooten festgebunden. Peter Bärlocher von der Seerettung nahm die Pontoniere mit seinem Team in Empfang; sein Sohn ist Mitglied beim Pontonierfahrverein Oberriet.

Vortrag über Seerettung

Nach einem Vortrag über die Leistungen und Arbeiten der Seerettung durften die Pontoniere mit beiden Booten der Seerettung auf den See. Nach dieser sehr interessanten Führung genossen die Pontoniere noch einige Zeit auf oder im See. Manche versuchten sich im Wasserski und andere liessen sich auf dem Funtube ziehen, bevor die Fahrt nach Staad ging. Dort wurden die Boote ausgewassert und verladen. Das Militär verfügt über einen Verein von unzähligen Mitgliedern, die gerne mit schweren Maschinen des Militärs fahren. Deshalb wurden die Pontoniere von einem Lastwagen mit Bootsanhänger sowie zwei Militärbussen abgeholt und zurück nach Oberriet gebracht. (pd)