Talent ist keine Frage des Alters

RHEINECK. Am Jahreskonzert hatten Schülerinnen und Schüler der Musikschule Am Alten Rhein die Gelegenheit, zu zeigen, was sie können. Das Publikum staunte nicht schlecht über das anspruchsvolle und vielfältige Musikprogramm.

Andrea Eugster-Benz
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Schülerinnen und Schüler der Musikschule Am Alten Rhein bescherten einen abwechslungsreichen Konzertabend. (Bild: Andrea Eugster-Benz)

Schülerinnen und Schüler der Musikschule Am Alten Rhein bescherten einen abwechslungsreichen Konzertabend. (Bild: Andrea Eugster-Benz)

Der Saal des evangelischen Kirchgemeindehauses war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Ganz zur Freude von Rainer Thiede, Rektor der Musikschule Am Alten Rhein, der die Gäste begrüsste. Das Abendprogramm sei so bunt zusammengestellt wie die Musikschule selbst, erklärte er. Denn insgesamt werden 20 Instrumente zum Erlernen angeboten und rund 300 Schüler nehmen am musikalischen Grundschulunterricht teil.

Während des rund 75 Minuten dauernden Konzertprogramms kamen die Gäste in den Genuss eines einzigartigen Klangerlebnisses, das sich von Barock über Romantik bis hin zu Pop-Rock erstreckte.

«Nothing Else Matters»

Gleich zu Beginn überzeugten David und Fabian Rohner gekonnt und souverän auf der klassischen Gitarre mit «The Kick» und «It's Bob» von Jörn Michael Borner. Das Gitarren-Quartett Michaela Vergunst, Carmen Kaufmann, Janis Peterer und Selma Arnaut liessen die «Suite Populaire Brasilienne» sowie den letzten Satz des «D-Dur Konzerts» erklingen. Denis Klee, Jeremias Wagner, Fabian Rohner, Elias Schmid und David Rohner bildeten ein ganz besonderes, klassenübergreifendes Ensemble, wobei Gitarren und Blockflöten zum Einsatz kamen. Sie gaben mit viel Enthusiasmus das im Power-Rock gehaltene «Nothing Else Matters» zum Besten. Mit «Walzer op. posthum 70 Nr. 2» aus der Feder von Frédéric Chopin zog Isabella Wagner am Klavier das Publikum in ihren Bann. Lotta Kugler bewies einmal mehr, dass Talent keine Frage des Alters ist. Das Mädchen interpretierte wunderschön auf der Geige «Unerfüllter Traum». Ganz zur Begeisterung des Publikums, das sich ebenso an der Darbietung von Laura Oss (Cello) erfreute. Sie verzauberte die Zuhörerschaft mit «Bourrée d'Auvergne», «Chanson d'Alsace» und «Chanson de Bresse».

Mit Trompeten-Solo beeindruckt

Jeremias Wagner (Blockflöte) und Isabella Wagner am Klavier verzauberten mit «Adagio» und «Allegro». Das Trompeten-Jungtalent Luca Grab führte dem Publikum «Preludio, Aria e Scherzo» von Ennio Porrino auf beeindruckende Weise zu Gehör. Ein wunderbares Geigensolo gab Leoni Brauchle. Die von ihr einfühlsam vorgetragene Filmmusik «Ladies in Lavender» ging sprichwörtlich unter die Haut. Das temperamentvolle «Erinnerungen an den Zirkus Renz» bildete das krönende Schlussbukett. Auf höchstem Niveau interpretierten dieses bekannte Stück Martha Zwingenberger, Andrin Willi (Stabspiele) sowie Gast David Osl (Drumset).

Beim anschliessenden Apéro liessen Schüler und Gäste den musikalisch hochstehen Abend ausklingen (pd).

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