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SVP mit Flyer gegen Pirat Arnold

EICHBERG. Mit einem Flyer, den die SVP kürzlich in Eichberg verteilen liess, wird gegen den Kandidaten der St. Galler Piratenpartei fürs Eichberger Gemeindepräsidium Stimmung gemacht. Wird der Schuss vor den Bug von Alex Arnold für die SVP-Kandidaten zum Bumerang?
Kurt Latzer
Aus «Eichberg en Traum» könnte ein Piratennest werden. Das suggeriert der Flyer der SVP, der kürzlich in den Eichberger Briefkästen steckte. (Bild: Bildmontage)

Aus «Eichberg en Traum» könnte ein Piratennest werden. Das suggeriert der Flyer der SVP, der kürzlich in den Eichberger Briefkästen steckte. (Bild: Bildmontage)

Zuoberst auf dem Flyer das Logo der Gemeinde Eichberg – «en Traum» mit Eichenlaub, darunter das Bild eines Freibeuter-Schiffes, auf dem Piratenpartei zu lesen ist, gefolgt vom Logo der SVP, das lachende Sünneli mit Schweizer Fahne, überdacht von «Rheintaler Qualität».

Arnold überrascht

Ebenso unterschiedlich wie die Bilder des Flyers sind wohl die Reaktionen in der Eichberger Bevölkerung ausgefallen. «Die Eichbergerinnen und Eichberger können sich von der Sache mit dem SVP-Flyer selbst ein Bild machen», sagt Alex Arnold auf das Flugblatt angesprochen. Er sei davon zwar überrascht gewesen, habe aber bis heute auf die Aktion der SVP nicht reagiert. Im Flyer wird Pirat Arnold als SP- und Juso-Wähler bezeichnet. Weiter heisst es: «Tatsache ist – wer Juso stimmt, steht sehr links. Wollen wir wirklich einen linken Gemeindepräsidenten in Eichberg ?»

Der Pirat Arnold bekennt sich schuldig, links gewählt zu haben. «Daraus habe ich nie ein Geheimnis gemacht.» Als Pirat aber sei er keiner Richtung verbunden oder verpflichtet. Als Präsident der Piratenpartei St. Gallen und beider Appenzell stelle er die Sachpolitik in den Vordergrund.

Keine Angst vor Piraten

Von Arnolds Gegenkandidaten, Walter Freund und James Mock, ist zu erfahren, dass man mit dem Flyer ein paar Aussagen Arnolds in einem Zeitungsartikel habe richtigstellen wollen. So etwa zur politischen Ausrichtung Arnolds und dessen Bewerbung. Hat die SVP Angst vor den Piraten? «Angst? Wieso?», fragt Freund, «Es geht nur darum, dass Arnold in der Zeitung ein paar Sachen erwähnt hat, die so nicht stimmen. Das haben wir im Flyer hinterfragt.» Fürs Flugblatt habe man sich entschieden, weil viele Leute in Eichberg den Artikel nicht gelesen hätten und man die unkorrekten Aussagen nicht habe im Raum stehen lassen wollen. Und was verstehen Walter Freund und James Mock unter «Eichberg, ein Piratennest»? «Das mit dem Piratennest war nicht unsere Idee. Das haben wir vom Titel des Zeitungsartikels übernommen», betont der SVP-Kantonsrat.

Etwas ungeschickt

«Im Nachhinein betrachtet war das mit dem Piratennest schon etwas unglücklich», räumt James Mock ein. Man habe eben vergessen, auf dem Flugblatt den Erscheinungstag des Artikels mit dem Titel «Eichberg – SVP-Dorf oder Piratennest?» zu erwähnen. Niemand habe daran gedacht, dass viele Eichbergerinnen und Eichberger diesen Artikel nicht gelesen haben, «weil bei uns viele Leute die <Rheintalische Volkszeitung> haben, der Artikel aber nur auf der Ostschweiz-Seite im <Rheintaler> erschienen ist», meint Mock.

Nicht ernst gemeint

Beide SVP-Kandidaten für das Eichberger Gemeindepräsidium haben Reaktionen auf den Flyer bekommen. «Es hat positive Reaktionen gegeben und andere», sagt Walter Freund. James Mock: «Mich hat niemand direkt auf den Flyer angesprochen. Gehört habe ich, dass das mit dem Piratennest bei einigen Eichbergerinnen und Eichbergern schräg reingekommen ist.» Eigentlich habe man das mit dem Piratennest humoristisch rüberbringen wollen, was im Gegensatz zum Artikel in der Zeitung allem Anschein nach nicht gelungen sei.

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