SVP bestraft – bei deutlich höherer Wahlbeteiligung

Zwei Parteilose, die erst im zweiten Wahlgang kandidierten, haben die SVP besiegt.

Merken
Drucken
Teilen

Der bisherige CVP-Gemeinderat Walter Appert und der Neue Patrick Steiger (FDP) waren schon im ersten Wahlgang gewählt worden, nun vervollständigen zwei Parteilose den Eichberger Gemeinderat. Gewählt wurden Erwin Bünter aus Eichberg mit 355 Stimmen und Rico Heeb aus Hinterforst mit 260 Stimmen.

Die beiden SVP-Vertreter, die den Einzug in den Gemeinderat im ersten Wahlgang nur knapp verpasst hatten (Christian Freund um neun Stimmen, Dominique Baumgartner um vier), bleiben definitiv draussen.

Am nächsten kam den beiden Parteilosen Christian Freund mit 232 Stimmen. Dominique Baumgartner, der im September um ein Haar Gemeinderat geworden wäre, liegt nun ziemlich abgeschlagen mit nur 137 Stimmen auf dem letzten Platz. Vier weitere Stimmen entfielen auf Vereinzelte. Die Wahlbeteiligung betrug 55 Prozent. Sie liegt damit deutlich höher als im ersten Wahlgang. Damals gaben nur 43,64 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Die stark erhöhte Beteiligung an diesem Wahlsonntag legt die Vermutung nahe, es seien nun deutlich mehr «Nicht-SVP-Wählende» an die Urne gegangen. Im ersten Wahlgang war die Auswahl angesichts von drei SVP-Kandidaten parteipolitisch so stark eingeschränkt, dass viele «Nicht-SVP-Wählende» eine Beteiligung als unnötig empfunden haben dürften. Weil nun aber zwei Parteilose mitmischten und für zwei noch zu besetzende Sitze je zwei SVP-Kandidaten und zwei Parteilose zur Auswahl standen, sah die Ausgangslage völlig anders aus.

Die Möglichkeit, auch parteipolitisch auszuwählen, dürfte die Wahlbeteiligung nun begünstigt haben. (gb)