SVD-Reserven in Front

Zusammen mit Affeltrangen liegen die Reserven des Schweizer Meisters SVD Diepoldsau in der Ostschweizer Erstligagruppe ungeschlagen in Führung.

Conrad Aschwanden
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Wenn nötig, kommt der langjährige Nationalliga-Schlagmann Roman Lässer zum Einsatz. (Bild: Conrad Aschwanden)

Wenn nötig, kommt der langjährige Nationalliga-Schlagmann Roman Lässer zum Einsatz. (Bild: Conrad Aschwanden)

FAUSTBALL. Die Rheininsler nutzten die Heimrunde vom Samstag und landeten drei Siege. Bei ihrem letzten Einsatz überraschten sie mit einem deutlichen Dreisatzerfolg gegen das zweite Team der Faustballgemeinschaft Rickenbach-Wilen (RiWi), das seine beiden vorgängigen Partien jeweils mit 3:0 gewonnen hatte. Gegen RiWi und FG Elgg-Ettenhausen bekundete Diepoldsau II grössere Probleme. Erst mit einer Serie von sogar fünf Bällen wehrte der Tabellenführer einen Satzball der Faustballgemeinschaft ab und wendete im vierten Abschnitt die Partie zum Sieg.

Erfahrene Schlagleute

Absolut turbulent verlief das Spiel zwischen Diepoldsau II und Oberbüren. Das Heimteam führte im ersten Satz mit 9:7. Es verlor aber ebenso wie im dritten Abschnitt, als es sogar einen Satzball vergab. Dagegen hatte es den zweiten Satz mit einer Neuner-Serie klar dominiert. Äusserst ausgeglichen verlief auch der Rest der Partie. Diepoldsau II schaffte hauchdünn zwei Satzgewinne und damit die Wende zum Sieg.

Nebst dem U21-Internationalen und NLA-erfahrenen Angreifer Christian Lässer setzte sich in ganz brenzligen Situationen auch sein älterer Bruder Roman ein. Der langjährige Schlagmann der ersten Mannschaft führt das SVD-Erstligateam im Normalfall als Coach, steht aber im Spielerdress an der Seitenlinie und ist so jederzeit einsatzbereit. Bereits am Samstag war dies zum Auftakt der Wintermeisterschaft nötig.

Auch in anderen Mannschaften kamen ehemalige Nationalliga-Angreifer zum Einsatz. So bei den beiden Reserveteams von Faustball Widnau und Wigoltingen. Bei den Rheintalern ist es der bereits 38-jährige Daniel Kehl, der mit andern erfahrenen Spielern, darunter Ex-Europameister Stefan Hutter (32 LS), ein U18-Trio führt. Bei den Thurgauern schlägt und blockt die Bälle der 23-jährige Simon Soller, der nach einer längeren Verletzungspause ein Comeback probiert.

Siegloses Trio

Das direkte Duell verlief äusserst ausgeglichen. Vor allem der zweite Satz. Wigoltingen vergab drei Satzbälle, und Faustball Widnau nutzte dies mit einer Dreierserie zum Teilerfolg. Die Rheintaler verbuchten auch den dritten Abschnitt, mussten sich aber schliesslich den Thurgauern beugen. Denn Kehl stellte sich wieder als Coach an die Seitenlinie, und ohne ihn liess Widnaus Druck sichtlich nach. Das mit erfahrenen und ganz jungen Spielern gemischte Team hatte auch im abschliessenden Vormittagsspiel gegen den Aufsteiger Waldkirch kaum Chancen und verlor in drei Sätzen.

Zusammen mit dem Thurgauer Aufsteiger Elgg-Ettenhausen III und Oberbüren liegt Faustball Widnau II ohne Sieg am Tabellenende. Dank ihrer Siege gegen die Rheintaler liegen Waldkirch und Wigoltingen II nach dem ersten Spieltag am Strich. Beide haben ihr anderes Spiel gegen Affeltrangen mit 1:3 verloren. Damit liegen die vor zwei Jahren aus der Nationalliga B abgestiegenen Thurgauer mit ihren Routiniers ungeschlagen auf dem zweiten Platz.

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