SVD-Frauen halten in der NLA mit

FAUSTBALL. In der Nationalliga A liegen die Frauen von Diepoldsau auch nach dem zweiten Spieltag auf Finalrunden-Kurs. In der NLB bekundet Rebstein weiterhin Mühe.

Conrad Aschwanden
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Die Faustballerinnen des SVD Diepoldsau nutzen die Heimrunde zu einem Dreisatzerfolg gegen Hochdorf – und auch ein Sieg gegen den Tabellenführer und Titelverteidiger Oberentfelden-Amsteg war durchaus möglich. Doch mit dem nötigen Glück blieb der Meister auch nach dem zweiten Spieltag ungeschlagen.

Die Rheininslerinnen mussten auf Rebecca Fontoura verzichten, die sich im Training eine Bänderzerrung holte. Da im zweiten Spiel auch Colette Frei beruflich passen musste, setzte Trainer Toni Lässer die mit nur 14 Jahren noch ungewöhnlich junge Tanja Bognar ein. Die gross gewachsene Widnauerin nutzte den Vertrauensbeweis und bot sowohl im Angriff als danach auch in der Defensive einen guten Einstand.

Überzeugend sicher bezwang der SVD im ersten Spiel Hochdorf. Aus einer überzeugend sicheren Abwehr und guten Vorlagen brachte die Mannschaft ihre Schlagfrau Janine Sieber immer wieder in ausgezeichnete Abschlussposition. Und die ehemalige Weltmeisterin (2006 mit Deutschland) brillierte mit einem variantenreichen Spiel.

Gegen CH-Meister nahe dran

Der SVD eröffnete auch die Partie gegen Oberentfelden-Amsteg mit einer starken Leistung. Doch nach dem ersten Seitenwechsel hatte sich das Schweizer Meisterteam besser eingestellt und schaffte sicher den Satzgleichstand. Die Gäste lagen auch im dritten und vierten Satz immer leicht vorne, doch Diepoldsau war stets nahe am Ausgleich. Aber in beiden Sätzen vergab der SVD die letzten Bälle und damit die Wende zum möglichen Sieg.

Dennoch besitzt Diepoldsau hervorragende Chancen, erstmals bei den Frauen den Finalevent der besten vier zu erreichen. Denn am abschliessenden Spieltag im Januar trifft der SVD auf die Habenichtse Olten und Ettenhausen sowie in der letzten Partie auf den direkten Widersacher Embrach.

Rebstein bricht ein

Trotz einer verbesserten Leistung gegenüber der Auftaktrunde vor zwei Wochen bleiben hingegen die Faustballerinnen des TV Rebstein auch in der Nationalliga B gefährdet – erst im letzten Winter aus der obersten Liga abgestiegen.

Gegen das heimische Reserveteam gewann Rebstein in Embrach den ersten Satz und führte auch nach dem Seitenwechsel mit 8:3. Das die Tabelle anführende Embrach II nahm ein Time-out – und danach fand Rebstein nicht ins Spiel zurück. Wie blockiert gaben die Rheintalerinnen den zweiten Satz mit 8:11 aus den Fäusten, und auch den dritten gewannen die Zürcherinnen ohne Probleme. Trainer Bernhard Wirth versuchte mit Rotationen seinem Team neuen Schwung zu verleihen, doch nichts wollte mehr gelingen.

Finalrunde unwahrscheinlich

Gegen das Joner Reserveteam mussten die Rheintalerinnen den ersten Satz klar abgeben. Doch dann entschieden sie den zweiten Satz klar für sich und verloren den dritten nur unglücklich. Mit seinen fünf Punkten wird es der TVR schwer haben, beim letzten Spieltag der Quali noch den Sprung in die Aufstiegsrunde zu schaffen.

Diepoldsau: Janine Sieber, Andrea Schmidheiny, Eva Lässer, Kathrin Lüchinger Colette Frei und Tanja Bognar. Coaching: Toni Lässer. Rebstein: Patricia Viveros, Carmen Weder, Stephanie Schreiber, Fabienne und Nathalie Frischknecht, Sabrina Sieber. Coaching: Bernhard Wirth.

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