SUJET: Sujet für Marke geliefert

Dem Thaler Roland Gerth wurde die Ehre zuteil, dass eine seiner Aufnahmen für eine Sonderbriefmarke ausgewählt wurde. Es ­handelt sich um ein Foto des Creux du Van.

Benjamin Schmid
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Die Sonderbriefmarke des Landschaftsfotografen Roland Gerth. (Bild: Schweizerische Post)

Die Sonderbriefmarke des Landschaftsfotografen Roland Gerth. (Bild: Schweizerische Post)

Benjamin Schmid

Die Schweizerische Post bringt alljährlich an die 40 neue Briefmarken auf den Markt. Neben den herkömmlichen Marken veröffentlicht sie Sondermarken mit spezifischen Motiven. Unter dem Titel «Typische Schweizer Landschaften» gibt die Post zum vierten Mal einen Sonderblock heraus. «Wir versuchen, Regionen der ganzen Schweiz zu berücksichtigen. In diesem Fall haben wir ein stimmungsvolles Bild gesucht, das ein gewaltiges Naturschauspiel spiegelt», so Oliver Flüeler, Mediensprecher der Post. Roland Gerth ist es gelungen, die Fels­arena zwischen den Kantonen Waadt und Neuenburg, den Creux du Van, bei Sonnenaufgang im Bild festzuhalten.

Für Roland Gerth ist dies ein freudiger Moment: «Auch wenn ich schon ­viele Fotografien veröffentlicht habe, ist diese Publikation doch etwas Spezielles für mich. Durch sie erfährt meine jahrelange Arbeit eine besondere Wertschätzung. Es ist eine Genugtuung, zu sehen, dass meine Arbeit Anklang findet und nicht nur mir, sondern scheinbar auch der Post gefällt.» Im März dieses Jahres habe sich die Post bei ihm gemeldet und um eine Verwendung der besagten Fotografie gebeten. Dazu Flüeler: «Bei der Recherche nach einem passenden Sujet sind wir auf das tolle Foto von Roland Gerth gestossen. Es konnte alle unsere Anforderungen erfüllen.» Kein halbes Jahr später ziert die Fotografie bereits die neueste Briefmarke. Seit dem 7. September verkaufen Neuenburger Poststellen die Exemplare für einen Franken. Für Philatelisten war sie bereits seit 31. August im Onlineshop der Post erhältlich. «Es ist schade, dass hier in der Region keine Briefmarken zum Verkauf stehen», sagt Gerth und fügt hinzu: «Aber möglicherweise kann die hiesige Poststelle trotzdem welche organisieren.»

Zum Fotografieren ist er durch seinen Grossvater gekommen. Auch als Primarlehrer streifte er in jeder freien Minute mit der Kamera durch die Landschaft. «Keine Sekunde habe ich den Entscheid bereut, den Beruf des Primarlehrers aufgegeben zu haben und als Fotograf durchgestartet zu sein», offenbart Gerth. Entscheidend sei, dass man nie die Freude an der Arbeit verliere. «Ich möchte kein blosses Abbild der Landschaft zeigen, sondern Emotionen vermitteln.»