Sucht: Ausstieg aus der Realität

Im Rahmen der Angehörigenarbeit fand ein Referat zum Thema «Suchtverhalten – Ausstieg aus der Realität» im Psychiatrie-Zentrum Rheintal statt.

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HEERBRUGG. Das Thema hat interessiert – vor allem Angehörige, Bekannte und Arbeitgeber von Menschen mit einem Suchtproblem sind zum Anlass erschienen.

Viele Arten der Sucht

Referentin Gabriele Engler, Oberärztin im Psychiatrie-Zentrum Rheintal, brachte Informationen zum Thema äusserst prägnant, klar und mit vielen lebhaften Beispielen an die interessierten Besucher. Von Gabriele Engler erfuhr man, dass die erste Anlaufstelle bei einer Suchtproblematik der Hausarzt, eine Suchtberatungsstelle oder auch ein Psychiatrie-Zentrum sein könnte. Diese können dann zusammen mit dem Patienten die richtigen Behandlungs- oder Beratungsmöglichkeiten absprechen. Im Vortrag ging sie einerseits auf die allgemein bekannten Suchtprobleme ein, die an die Einnahme von verschiedenen Substanzen gebunden sind. Dazu gehören die: Alkoholsucht, Schmerzmittelsucht oder auch die Sucht nach Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Andererseits erläuterte die Referentin auch die Süchte, die ohne die Einnahme von Substanzen zustande kommen. Dies sind beispielsweise die Spielsucht, Sexsucht, Arbeitssucht oder auch, bezogen auf ein eher zeitgenössisches Problem, die Mediensucht.

Hilfe auch für Angehörige

Nach Abschluss des Vortrags konnten die Gäste Fragen zu individuellen Themen stellen, die Gabriele Engler mit viel Engagement, Beispielen sowie auch Ratschlägen beantwortete. Hingewiesen wurden die Besucher auch auf die Möglichkeit, für individuelle Beratung die Angehörigenberatung im Psychiatrie-Zentrum Rheintal zu nutzen. Ansprechperson für diese niederschwellige und unentgeltliche Beratung ist Monika Filliger, Bereichsleiterin der Koordinierten Intervention. Auch Arbeitgeber können sich Hilfe holen. Die Koordinierte Intervention bietet Job-Coachings an, die in Einvernahme mit dem Patienten und dessen Arbeitgeber eine nach Möglichkeit für alle Seiten zufriedenstelle Lösung erarbeiten wird. Auch im kommenden Jahr erläutern Experten der Psychiatrie-Dienste Süd wieder diverse Themen: am Dienstag, 20. März 2012: Stress und Burn-out; Dienstag, 20. November 2012: Depression im Alter. Weitere Informationen finden sich auch unter www.psych.ch. (pd)